09.08.2016, 11:05 Uhr

Unter einem Dach mit dem Charme des kulturellen Erbes

Glücklich in ihrem "Tonimanhäusl": Melanie und Anton Hager

Familie Hager hat in liebevoller jahrelanger Arbeit das heruntergekommene Tonimanhäusl in Köstendorf Spanswag zu einem Schmuckkästchen gemacht

"Ja, das war unser Traum – ein altes Haus finden, das wir möglichst originalgetreu erhalten und gleichzeitig modern und offen gestalten können", sagt Melanie Hager. Sie und ihr Mann Anton Hager sind von Beruf Innenarchitekten und haben vor 14 Jahren das heruntergekommene Tonimanhäusl in Köstendorf Spanswag erworben. Das ehemalige Rauchhaus wurde erstmals 1725 urkundlich erwähnt und war ursprünglich ein Zubau zum "Hansenhaus. Mit den Besitzern wechselte es auch die Namen vom Hansenhäusl über Zimmermannhäusl bis zu Tonimanhaus und Dietrichshaus.

"Nachdem mein Mann Toni heißt, haben wir diesen Namen für unser Haus gerne wieder angenommen", erklärt Melanie Hager. Unter Denkmalschutz steht das Gebäude nicht, hohe Auflagen haben sich die Hagers bei der Renovierung selbst gesetzt: "Wir wollten den Holzblock möglichst erhalten, Kastenfenster aus Holz einsetzen und auch den Stallcharakter mitnehmen", berichtet Melanie Hager.

Klare LInien, die sich am Dachstuhl ausrichten und der Einsatz von Altholz bei den originaltreuen Türen geben dem Haus seinen speziellen Charme. "Unser Haus lebt, es hat eine Seele", sagt Anton Hager. Und seine Frau ergänzt: "Früher haben hier wahrscheinlich Mäuse gelebt, die gibt es jetzt nicht mehr. Aber Spinnen dürfen bei uns schon mal in einer Ecke ein Netz spinnen."

Das Paar ist vor 14 Jahren aus Neumarkt bzw. aus der Stadt Salzburg nach Spanswag gezogen und hat mittlerweile zwei Kinder. Das Leben am Land genießen sie alle sehr. "Eigentlich liegen Spanswag und Köstendorf sehr zentral, es sind nur wenige Meter bis zur Busstation, und wir haben hier alles, was wir brauchen: Kindergarten, Volkschule, Neue Mittelschule. Und in unserer Freizeit gehen wir in die Tiefseeklamm, Radfahren oder Laufen im Wenger Moor, der Wallersee ist nicht weit und am Tannberg oben gibt es herrliches Eis", erzählt Melanie Hager lächelnd.
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