05.10.2016, 13:42 Uhr

Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft

Redakteurin Lisa Gold

KOMMENTAR

Die Gründe, warum so viele Lebensmittel im Müll landen, sind bekannt. Der Klassiker ist das überbordende Angebot in den Supermärkten, die uns ein Disneyland an Lebensmitteln bescheren, dessen Verlockungen man sich nur schwer entziehen kann. Die Folge: Wir kaufen weit mehr ein als wir tatsächlich verbrauchen können; statt einem Joghurt kaufen wir eben drei, denn woher soll man heute schon wissen, ob wir morgen Erdbeer, Vanille oder Haselnuss favorisieren? Im Kühlschrank reihen sich die Köstlichkeiten aneinander, bis wir dann voller Schreck feststellen, dass bei dem Joghurt das Mindesthaltbarkeitsdatum um zwei Tage überschritten wurde. Was in den meisten Fällen dann mit dem Joghurt passiert, muss hier nicht gesagt werden. Umso wichtiger sind Initiativen wie die der "Rollenden Herzen", die dieser Lebensmittelverschwendung Paroli bieten und gleichzeitig auch noch einen sozialen Gedanken in sich tragen: Was manche wegwerfen, sichert bedürftigen Menschen die Mahlzeit des nächsten Tages. So sieht gelebte Solidarität aus, die auch zum bewussten Umgang mit den Lebensmitteln anregt.
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