White Noise oder der Igel auf dem Mozartplatz
SALZBURG. An ihn werden sich die Salzburgerinnen und Salzburger wohl für drei Monate gewöhnen müssen, den mobilen Kunstpavillon auf dem Mozartplatz in der historischen Altstadt. Die Landesregierung hat die Installation dieses igelförmigen Gebildes befürwortet und sie sich 300.000 Euro kosten lassen.
Noch ist das Projekt nicht ganz fertig. Es bleibt abzuwarten, welche Veranstaltungen hier stattfinden werden und wie der Zuspruch sein wird. Der Widerspruch der Stadtbevökerung ist jetzt schon zu hören: Das Geld wäre anderswo besser aufgehoben. Solche Kunstprojekte würden die Altstadt nur verschandeln wie etwa Lüpertz' Mozartstatue vor der Markuskirche oder Balkenhols Mann auf der Erdkugel im Schatten des Doms.
Ich bleibe mal offen für das Kulturelle, was sich dort demnächst zwischen Mozartstatue und Café Demel abspielen wird. Es wird sicherlich auch wieder Kunstbeflissene geben, die dieser "Zwangsbeglückung" durchaus positiv gegenüber stehen ...
Näheres unter http://www.kleinezeitung.at/allgemein/video/multim...
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Die Idee, die Definition von weißem Rauschen in eine Skulptur umzusetzen, finde ich schon recht originell.
Alle hörbaren Frequenzen mit gleicher Amplitude dargestellt durch gleichlange Stäbe, das zufällige Auftreten wird durch die chaotische Anordnung symbolisiert.
Würde man alle Werke von Mozart zu einer Aufnahme zusammenmischen, wäre das Ergebnis sicher White Noise pur ;-)
Über die Sinnhaftigkeit solcher Aktionen läßt sich´s halt vortrefflich streiten -ist wahrscheinlich auch so gewünscht.
lg
Heinrich