03.05.2016, 10:11 Uhr

Appell an Bundesregierung zur besseren Integration minderjähriger Flüchtlinge

Liste SALZ von Christoph Ferch wendet sich an Bildungssprecher der Bundesparteien

In einem Appell an die Bildungssprecher von ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS fordert der Salzburger Gemeinderat Christoph Ferch mit seiner Liste SALZ verbindlichere Integrationsmaßnahmen, die neben verpflichtenden Wertekursen auch verpflichtende Deutschkurse – aber auch sehr viel mehr Engagement gegenüber minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen – vorsieht. Weiters könne man es sich nicht leisten, dass jedes Bundesland seine eigene Integrationspolitik betreibe.

"Wir sind fest davon überzeugt, dass es im Sinne des Gemeinwohls unseres Staates, aber auch aus einer Verantwortung diesen Jugendlichen gegenüber, ein MUSS ist, diese bestmöglich in unsere Gesellschaft zu integrieren und ihnen Möglichkeiten zu bieten, sich ein Leben in Österreich aufzubauen. Die z.T. traumatisierten UmF, denen unsere westliche Gesellschaft mit ihren Werten großteils unbekannt ist, dürfen nicht sich selbst überlassen werden, indem man ihnen lediglich das Notwendigste zum Leben zur Verfügung stellt, wie bis jetzt gehandhabt. Den Jugendlichen muss vielmehr eine Zukunftsperspektive geboten werden. Dazu sind folgende Maßnahmen unabdingbar: Neben den ab nun verpflichtenden Wertekursen muss auch ein verpflichtender Deutschunterricht sofort nach Ankunft angeboten werden. Zusätzlich muss die Möglichkeit zur Freiwilligen-Arbeit ausgebaut werden, damit die UMFs an ein Leben in unserer Kultur herangeführt werden können. Gelingt es nicht, die Jugendlichen in unsere Gesellschaft zu integrieren, so laufen auch wir in Österreich Gefahr mit jener Problematik konfrontiert zu werden, die schon in Frankreich und Belgien zu folgenschweren Ereignissen und ausufernden Problemen geführt haben. Die misslungene und vielleicht kann man auch sagen „übersehene“ Integration wird als Hauptverursacher zahlreicher vermeidbarer Krisen angesehen", heißt es in dem Mail.
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