16.03.2016, 16:19 Uhr

Mayr zu flexiblem 80er auf Stadtautobahn: Zahl der Unfälle hat abgenommen

(Foto: Franz Neumayr)

Rössler: Für Luftsituation und Anrainer ist diese Maßnahme dringend notwendig

"Die Kernaussage der Auswertung der Unfalldaten von der Polizei ist folgende: Die Zahl der Verkehrsunfälle im Beobachtungszeitraum Mai bis Dezember 2015, also nach der Einführung des flexiblen Tempolimits, hat gegenüber dem Vorjahr abgenommen", so LR Hans Mayr.

Vergleich ohne Überschneidung mit Probebetrieb zeigt: Statt 121 nur mehr 80 Unfälle

Demnach hat es seit der Einführung des flexiblen Tempolimits am 4. März 2015 bis Jahresende 2015 163 Unfälle gegeben, um selben Vergleichszeitraum 2014 waren es 207 Unfälle. Fasst man den Vergleichszeitraum enger, nämlich von 20. Mai bis 10. Oktober 2015, dann gibt es keine Überschneidungen mit dem Probebetrieb von Tempo 80 von Februar bis Mai 2014. Das ist jener Zeitraum, den der Sachverständige Gerhard Kronreif ausgewertet hat. Auch hier ergibt sich aus den nun von der Landestatistik aufbereiteten Zahlen eine Reduktion der Unfälle: Demnach waren es 2015 80 Unfälle, 2014 noch 121.

Mehr Unfälle durch Fahrstreifenwechsel, weniger Schleuder- und andere Unfälle

"Es hat jedoch eine Verschiebung der Unfälle nach dem Unfalltyp gegeben – die Zahl der Unfälle durch Fahrstreifenwechsel hat zugenommen, die Zahl der Schleuderunfälle und sonstigen Unfälle hat abgenommen", räumte Mayr ein. Konkret stieg die Zahl der Fahrstreifenwechsel-Unfälle vom 20. Mai bis Jahresende 2015 von 23 auf 35, Auffahrunfälle blieben mit 21 (2015) nahezu gleich (2014 waren es 22). Nahzu halbiert ahben sich Schleuderunfälle (von 12 auf 7), noch stärker gesumnken sind "sonstige Unfälle mit mehreren Kfz" (von 39 auf 8) sowie "sonstige Alleinunfälle" (von 25 auf 9).

Man werde nun darüber diskutieren müssen, inwieweit eine Reduktion der Geschwindigkeit der Lkw in diesem Bereich zu einer zusätzlichen Entschärfung der Situation beitragen könne, so Mayr weiters.

Rössler: "Anrainer benötigen flexibles Tempolimit dringend"

"Was die Luftsituation betrifft, brauchen wir zum Schutz der dort wohnenden Bevölkerung diese Maßnahme dringend", ergänzte Umweltreferentin LH-Stv. AStrid Rössler. Deser Autobahnabschnitt wird täglich von bis zu 100.000 Fahrzeugen benutzt. Deswegen wird der Jahresgrenzwert für Stickstoffdioxid deutlich überschritten. "Das flexible Tempolimit ist die mit Abstand wirkungsvollste Maßnahme mit dem geringsten Eingriff, denn wir erreichen mit einer temporären Fahrzeitverzögerung von etwa 90 Sekunden eine Reduktion der Stickoxide um neun bis zehn Prozent", so Rössler, die ankündigte, bis Juni eine Detailauswertung vorzulegen.
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