24.04.2016, 21:31 Uhr

So hat Salzburg gewählt: Hofer ist klarer Wahlsieger, Van der Bellen ist knapp Zweiter

Wahlbeteiligung liegt laut Hochrechnung bei knapp 70 Prozent

So sieht das vorläufige Endergebnis der Bundespräsidentenwahl für das Bundesland Salzburg aus:

38,7 Prozent für Norbert Hofer
18,5 Prozent für Alexander Van der Bellen
17,4 Prozent für Irmgard Griss
13,2 Prozent für Andreas Khol
9,8 Prozent für Rudolf Hundstorfer
2,3 Prozent für Richard Lugner


Bei einem vorläufigen Ergebnis mit einem Abstand von 1,1 Prozentpunkt zwischen Irmgard Griss und Alexander Van der Bellen könnten die Briefwahlstimmen morgen die Reihenfolge theoretisch noch verändern. "Unter Einbeziehung der Briefwähler-Hochrechnung ist aber davon nicht mehr auszugehen", sagt Gernot Filipp von der Landesstatistik des Landes Salzburg.


Haslauer: "Entscheidung der Wähler ist zu akzeptieren"

„Die Entscheidung der Wählerinnen und Wähler ist zu akzeptieren. Für den Kandidaten der ÖVP ein mehr als enttäuschendes Ergebnis. Dennoch Respekt vor dem engagierten Einsatz von Andreas Khol, der mit einer großen Konkurrenz im bürgerlichen Lager konfrontiert war“, so LH Wilfried Haslauer.


Schöppl: „Das ist ein politisches Erdbeben"

„Dieses Ergebnis übertrifft selbst unsere kühnsten Erwartungen. Norbert Hofer ist es in ganz Österreich gelungen, schon im ersten Wahlgang das Vertrauen vieler Österreicher zu gewinnen. Das Wahlergebnis ist auch ein klares Signal, dass die Österreicher eine politische Veränderung wollen und Rot und Schwarz endgültig das Vertrauen verloren haben. Mit diesem Erdrutsch hat sich die politische Landkarte Österreichs verändert. Die Österreicher wollen endlich eine Politik, die ihre Interessen in den Mittelpunkt rückt!“, so Salzburgs FPÖ-Obmann Andreas Schöppl.

Steidl: "Von Bundespräsident erwarte ich mir eine Person, die für Stabilität sorgt"

„In einer Demokratie entscheiden die WählerInnen und diese Stimmen müssen wir zukünftig hören!“, so kommentierte Salzburgs SPÖ-Obmann Walter Steidl in einer ersten Reaktion den Umstand, dass Rudolf Hundstorfer es nicht in die Stichwahl geschafft hat und ergänzte: „Obwohl der Wahlkampf vorbei ist, möchte ich betonen, dass Rudolf Hundstorfer für mich der beste Kandidat war. Vom Bundespräsidenten erwarte ich mir eine Person, die selbst in konfliktbeladenen Zeiten als besonnene Kraft für Stabilität sorgt."

In Salzburg waren am Sonntag 393.583 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. Es sind 244.039 Personen zur Wahl gegangen. Um die Wahlbeteiligung ermitteln zu können, wurde für die Briefwählerbeteiligung eine Hochrechnung hinzugefügt. Somit rechnet man mit insgesamt 275.000 abgegebenen Stimmen, das entspricht einer Wahlbeteiligung von fast 70 Prozent. Zum Vergleich: 2010 wurde mit 52,9 Prozent die bislang niedrigste Wahlbeteiligung bei einer Bundespräsidentenwahl verzeichnet.

9,2 Prozent der möglichen Stimmen mittels Wahlkarte
Für Bundespräsidentenwahl 2016 wurden in Salzburg 36.031 Wahlkarten – so viele wie noch nie zuvor - beantragt. Das entspricht bei mehr als 390.000 wahlberechtigten Wählerinnen und Wählern rund 9,2 Prozent aller möglichen abzugebenden Stimmen. Bei der Bundespräsidentenwahl 2010 waren es mit 18.063 etwa halb so viele Wahlkarten gewesen. Auch für den möglichen zweiten Wahlgang wurden bereits 10.309 Wahlkarten beantragt.
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