10.08.2016, 10:54 Uhr

Salzkammergut-Klinikum – Schwerpunkt bei Schilddrüsenoperationen

OA Dr. Peter Klima bei einer Schilddrüsenbegutachtung. (Foto: gespag)
GMUNDEN/BAD ISCHL. Die Schilddrüse ist eine kleine Drüse im Kehlkopfbereich, die für viele Stoffwechselvorgänge von entscheidender Bedeutung ist. Erkrankungen wie eine Über- oder Unterfunktion, eine Vergrößerung oder ein Tumor haben deshalb auch weitreichende Folgen und müssen oftmals operativ behandelt werden. Die Teams der Chirurgischen Abteilung im Salzkammergut-Klinikum Gmunden und Bad Ischl verfügen in diesem Bereich über eine besondere Expertise.

„Am Beginn jeder Behandlung steht eine ausführliche diagnostische Abklärung in enger Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Nuklearmedizin, Pathologie, HNO und Anästhesie“, erklärt Univ.-Prof. Prim. Dr. Roman Rieger, Leiter der chirurgischen Abteilungen am Salzkammergut-Klinikum Gmunden.

Ist die Diagnose gestellt, wird über die weitere Therapie entschieden. Bei folgenden Diagnosen ist eine Operation unumgänglich:
bei einer ausgeprägten Kropfbildung, die zu Druckgefühl, Atemnot oder Schluckstörungen führt.
in speziellen Fällen von Überfunktion, wie zum Beispiel dem Morbus Basedow, wobei hier zuerst eine medikamentöse Therapie eingeleitet wird.
bei Verdacht auf einen Tumor.

„Ist die Entscheidung gefallen, dass eine Schilddrüsenoperation erfolgen muss, werden die Patientinnen und Patienten mittels modernster Technik operiert. Während der Operation wird die Funktion der Stimmbandnerven durch einen Nervenmonitor überwacht, um eine Lähmung in diesem Bereich zu verhindern“, sagt Prim. Dr. Wolfgang Mayerhoffer, Leiter der chirurgischen Abteilung am Salzkammergut-Klinikum Bad Ischl.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die bestmögliche Erhaltung der nur wenige Millimeter großen Nebenschilddrüsen, die eine große Rolle für den Kalziumhaushalt im Körper spielen.
„Die Operateure tragen während des Eingriffes Lupenbrillen, um Stimmbänder und Nebenschilddrüse bestmöglich zu schonen“, sagt OA Dr. Peter Klima, einer der erfahrenen Operateure am Salzkammergut-Klinikum Gmunden.

Nach der Operation werden die Patient/-innen einige Stunden im Aufwachraum intensiv überwacht, bevor sie auf die Station verlegt werden. Zwei bis vier Tage später können sie nach der Kontrolle der Blutwerte und Stimmbandfunktion das Klinikum verlassen. Bei der Entlassung wird die Behandlung mit einem Schilddrüsenhormonpräparat eingeleitet, welches eine normale Schilddrüsenfunktion gewährleistet und meist gut vertragen wird.

Weitere Kontrollen wie die Bestimmung der Schilddrüsenhormone, Ultraschall und nuklearmedizinische Untersuchungen werden in der Folge im Institut für Nuklearmedizin im Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck bzw. bei Facharzt Dr. Thomas Huemer in Bad Ischl durchgeführt.

Salzkammergut-Klinikum Gmunden: Schilddrüsenbegutachtung und OP-Planung erfolgen an der chirurgischen Ambulanz jeweils montags von 8.30 bis 10.30 Uhr durch Univ.-Prof. Prim. Dr. Roman Rieger, OA Dr. Peter Klima bzw. Ass. Dr. Torsten Kalcher.

Salzkammergut-Klinikum Bad Ischl: Schilddrüsenbegutachtung und OP-Planung am Salzkammergut-Klinikum Bad Ischl erfolgen an der chirurgischen Ambulanz, jeweils Montag bis Freitag von 9 bis 11 Uhr.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.