22.07.2016, 14:14 Uhr

200 Menschen beim Gehörlosen-Camp in Bad Ischl

Beim Gehörlosen-Camp in Bad Ischl standen Workshops, Vorträge und das gegenseitige Kennen- und Verstehenlernen am Programm. (Foto: Barmherzige Brüder)

BAD ISCHL. Kommunikation ist eines der zentralen Themen für gehörlose Menschen. Unter dem Motto „Freude an Kommunikation“ trafen sich über 200 gehörlose Menschen mit mehrfacher Beeinträchtigung beim 10. Internationalen Gehörlosencamp in Bad Ischl.

"Einander Verstehen gelingt besonders leicht, wenn man in einer vergleichbaren Lebenssituation ist", so Organisator Johannes Fellinger vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. "Durch das Zusammentreffen Gleichbetroffener mit gemeinsamer Kommunikation in Gebärdensprache hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit einander zu finden und dabei Freude zu erleben."

"Lebenswelt" als Veranstalter

Das Camp wurde zum 10. Mal von der „Lebenswelt“, einer sozialtherapeutischen Einrichtung der Barmherzigen Brüder veranstaltet und hat sich als eine der größten Veranstaltungen für Gehörlose im europäischen Raum etabliert. Seit 1999 bietet das von Johannes Fellinger, Primar am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, gegründete Sozialprojekt „Lebenswelt“ Gehörlosen mit Mehrfachbehinderungen oder taubblinden Menschen einen geeigneten Lebensraum mit einem adäquaten Betreuungsangebot. Mit dem Treffen für Gehörlose mit Beeinträchtigungen wurde von der „Lebenswelt“ eine Plattform über die Grenzen Österreichs hinaus geschaffen, die gehörlosen Menschen Zeit und Raum für Begegnungen, Austausch und das Schließen neuer Freundschaften im Rahmen eines internationalen, mehrtägigen Camps bietet. Die Kommunikation erfolgte ausschließlich in Gebärdensprache.

Kreative Kommunikation zum Ausdruck gebracht

Das Rahmenprogramm des Gehörlosencamps 2016 bildeten insgesamt 18 Workshops rund um das Thema „Länder, Kulturen und Geschichten“. Durch kreative Arbeiten, Malerei und Theater-Workshops in Gebärdensprache wurden die Themen individuell interpretiert und inszeniert. Die Präsentation der Arbeiten erfolgte im Rahmen der gemeinsamen Abschlussveranstaltung.
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