23.05.2016, 12:00 Uhr

Bad Ischl mit "mittlerer Bedeutung" bewertet

Nun ist es fix: Bad Ischl wird 2017 nicht als Weltkulturerbe ausgezeichnet. (Foto: Symbolfoto – wira91/Fotolia)

Die Kaiserstadt im Herzen des Salzkammergutes ist nicht mehr im Rennen um den Titel als Weltkulturerbe.

BAD ISCHL. Mangelhafte Unterlagen und eine durchschnittliche Bewertung der internationalen UNESCO-Fachjury waren dafür verantwortlich, dass Bad Ischl nach drei Jahren im Bewerbungsprozes als Weltkulturerbe ausschied. Sechzehn Kurorte aus sieben Nationen bewarben sich 2014 gemeinsam um die Aufnahme in das UNESCO-Welterbe als "Great Spas of Europe", große Kurbäder Europas (die BezirksRundschau berichtete). Um die jeweiligen Titel-Chancen zu erhöhen, wurde die Liste nun auf elf Städte reduziert. Ausgeschieden sind Bad Homburg, Bad Ischl, Bad Pyrmont, Luhacovice und Wiesenbaden.

Heide: "Die Kommunikation hat nicht richtig funktioniert"

Als Grund dafür, dass Bad Ischl nicht mehr im Titelrennen ist, wurde mitgeteilt, dass die Stadt in einigen Kategorien nicht bedeutend genug sei. Was Ischls Relevanz inpunkto "berühmte Badegäste" und "historische Ereignisse" anbelangt, lautete die Bewertung der Fachjury: "Mittlere Bedeutung".
"Mir geht es nicht darum, Baden oder einen anderen Bewerber schlecht zu reden", äußerte sich Bürgermeister Hannes Heide zu dem Bild, dass andere Medien in diesem Zusammenhang gezeichnet hatten. "Mich ärgert nur, dass die Kommunikation seitens des Kanzleramtes nicht ausreichend war. Hier hätte ich mir mehr Unterstützung gewünscht." Heide habe mehrfach angefragt, ob alle eingereichten Unterlagen zur Zufriedenheit seien, was immer bejaht worden war.
"Als Bürgermeister kann ich das nicht akzeptieren und muss mich wehren, wenn Bad Ischl als bedeutungsloser Kurort und unsere Geschichte als mittelmäßig bedeutend qualifiziert wird", schreibt der Ischler Bürgermeister auf seiner Facebookseite. "Aus meiner Sicht haben sowohl unsere historischen Gäste als auch die Ereignisse große Relevanz", so Heide weiter.
"Alle verbliebenen Kandidaten haben es natürlich verdient, weiter als Weltkulturerbe-Anwärter im Rennen zu sein – ich wünsche ihnen alles Gute."
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