10.10.2016, 16:12 Uhr

Bürgerbeteiligung Esplanade und Rathausplatz voller Erfolg

Grund zum Feiern, weil auch die Bürger signalisieren, dass in Gmunden ein neues Kapitel Beteiligungspolitik beginnen wird: Bürgermeister Stefan Krapf und Stadtrat Michael Frostel mit dem vorläufigen Endstand der Antwort-Fragebögen im Bürgerbeteiligungsprozess Esplanade. (Foto: Stadtgemeinde Gmunden)

Bis 7. Oktober 2.389 Fragebögen ausgefüllt

GMUNDEN. Ein großer Erfolg ist der Bürgerbeteiligungsprozess zur Neugestaltung der Esplanade und des Rathausplatzes. Bis Freitag, 7. Oktober, wurden 2389 Fragebögen ausgefüllt. Alle Gmundner ab 14 Jahren – das sind knapp 14.000 – und auch Gäste waren dazu eingeladen worden. Alle im Gemeinderat vertretenen Fraktionen haben sich zur Einführung von mehr Bürgerbeteiligung bekannt.
Das Institut Retzl zählte am 6. Oktober folgenden Rücklauf: 1.233 Fragebögen auf Papier, 778 ausgefüllte Online-Fragebögen, 148 Teilnehmer an der Online-Gästebefragung und 230 asgefüllte Fragebögen der Umfrage über Wochenmarkt –
das ergibt in Summe 2.389 Fragebögen.
Für die Auswertung der Inhalte braucht es jetzt mehrere Wochen Zeit. Das Ergebnis soll am 3. November öffentlich präsentiert werden. Ein quantitatives Urteil kann Instituts-Chef Helmut Retzl allerdings jetzt schon abgeben: „Die Textmenge, die wir auf den Fragebögen durchschnittlich vorfinden, spricht dafür, dass die Befragung gut angenommen wurde und die Gmundner auch einiges an Zeit aufgewendet haben, um ihre Vorstellungen einzubringen.“

„Ein großartiges, starkes Signal“

Für Bürgermeister Stefan Krapf und den für Bürgerbeteiligungsprozesse neu installierten Stadtrat Michael Frostel übertrifft der Rücklauf alle Erwartungen. „Wir wären ja, ehrlich gesagt, mit 1.000 Antworten schon halbwegs zufrieden gewesen. Bereits mit dieser Anzahl lassen sich repräsentative Trends ablesen. So allerdings bekommen wir ein wirklich breites Bild der Meinungslage. Ich danke allen Gmundnern , die mitgemacht haben. Jene, die immer behaupten in Gmunden regieren nur die Neinsager und Verhinderer, wurden durch diese überwältigende Teilnahme eines Besseren belehrt“, freut sich Frostel.
„Für mich ist diese Beteiligung ein großartiges, starkes Signal und der Beweis dafür, dass aktive Beteiligung eine ganz dringende, massiv gewünschte demokratiepolitische Aufgabe ist. Es darf nicht so sein, dass wir als Stadt das Mitreden nur gönnerhaft zulassen. Wir wollen die Partizipation institutionalisieren, im kommunalen Alltag sogar fix verankern“, sagt Stefan Krapf. Darum wird auch gerade an einem Bürgerbeteiligungsmodell gearbeitet, das definieren soll, wie die Bürger – abseits von Großprojekten – ihre Anliegen an die Gemeinde herantragen können und wie diese bearbeitet werden.

90 Engagierte für vertiefte Mitarbeit

Nicht nur der Fragebogen-Rücklauf ist überdurchschnittlich: Für eine vertiefte Mitarbeit bei der Gestaltung, für die Workshopgruppen eingerichtet werden, haben sich bereits 90 (!) Interessierte gemeldet.
An alle Nachzügler: unter www.gmunden.at/mitgestalten gelangt man zum Gästefragebogen, der noch bis 24. Oktober ausgefüllt werden kann.
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