01.05.2016, 18:22 Uhr

„Oh Schreck, unser Maibaum ist weg!“

Das musste der Trachtenverein TRAUNSEER am 29.4.2016 mit Schrecken feststellen. Der für den Stadtplatz Gmunden vorgesehene Baum wurde unter Stein in der Nähe des Gasthauses Ramsau für den Abtransport am Seeweg hergerichtet und dort gelagert. Die letzten 42 Jahre war nichts passiert und wird schon dieses Jahr auch nichts sein. Die Landjugend Gschwandt hat aber das spitz gekriegt und einen teuflischen Plan geschmiedet. Karl REITER von der Landjugend Gschwandt war live dabei: „Wir wollten halt auch einmal das Maibaumstehlen, dass es ja schon immer um den Brauch des Maibaumes gibt, ausprobieren. Wir machten uns am Vortag des Maibaumaufstellens, also am 29.4.2016 um 4 Uhr früh auf den Weg in Richtung unterm Stein, wo wir den Baumstamm für den Gmundner Maibaum vermuteten. Und tatsächlich lag das gute Stück in der Nähe eines Baches, niemand von den „Besitzern“ war zu sehen. Jetzt hieß es schnell anpacken, mit purer Muskelkraft musste der Baumstamm, der ca 26 Meter lang war, über den Bach gehoben werden, am Traktor und in der Mitte auf ein Autodach befestigt werden. Einige Männer gingen dann die 10 Km lange Strecke bis Gschwandt neben dem Baum her und schauten, dass keine Gefahr bestand. Übers Gsperr und dem neuen Kreisverkehr gelangten wir dann nach Gschwandt.

Wie es halt der Brauch ist, riefen wir dann bei den Trachtlern am Vormittag an und boten ihren Baumstamm zur Ablöse an. Am anderen Ende der Leitung explodierte der Gesprächspartner, Frechheit, Sauerei, Diebstahl und die Polizei kommt und verhaftet Euch und das gab es noch nie, seit in Gmunden ein Maibaum aufgestellt wird. Ja, jetzt ist es halt doch einmal passiert und gegen eine Jause und ein paar Bierchen kommt der Baum wieder zu Euch zurück. Bezahlt wird überhaupt nichts, der Baum gehört nicht uns, der wird dem Bürgermeister geschenkt. Also wurde der Gesprächspartner gewechselt und der Gmundner Bürgermeister Stefan KRAPF kontaktiert. Diese Geschichte hat Seltenheitswert und unsere Gschwandtner Nachbarn haben Kurage bewiesen, dass ist mir schon eine gute Jause und ein paar Flaschen Bier wert, aber bringt uns unseren Maibaum wieder zurück, war die Antwort von Stefan KRAPF.
Also wurde der Baumstamm wieder unbeschadet unterm Stein gebracht und gleich im See zum Abtransport nach Gmunden über den Seeweg deponiert. Der Transport vom Lagerplatz zum See blieb schließlich den Trachtlern dann erspart und in Zukunft wird wahrscheinlich der Maibaum nicht mehr so sorglos in der Gegend herumliegen. Ende gut, Alles gut liebe Freunde, uns hat es Spaß gemacht!“
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