02.08.2016, 14:00 Uhr

Pavillon "Zum Knecht" könnte bald Geschichte sein

Sofern es kein zufriedenstellendes Gesamtkonzept für den Pavillon "Zum Knecht" gibt, könnte es am Sparkassenplatz bald eine gastronomische Veränderung geben. (Foto: Pavillon "Zum Knecht")
BAD ISCHL. Seit 2008 betreibt Michael Stadler mit seinem Team den Pavillon "Zum Knecht" am Sparkassenplatz in Bad Ischl. Bislang wurde der Vertrag seitens der Stadtgemeinde Bad Ischl immer wieder verlängert. Ende Juli gab es aber wieder eine öffentliche Ausschreibung für den "Gastgarten am Sparkassenplatz". Und zwar, weil ein Gestaltungskonzept fehlen würde. "Im Zuge der Landesausstellung 2008 hat sich Familie Stadler dazu bereiterklärt, den Sparkassenplatz neben der Trinkhalle zu bewirtschaften", erklärt Bürgermeister Hannes Heide. "Es war so aber nie als Dauerlösung gedacht und die Verbesserungsvorschläge, die bisher eingelangt sind, waren nicht zur Zufriedenheit der Gremien." Zufrieden seien Stadler zufolge aber die zahlreichen Gäste. "Wenn das Wetter passt, sind wir immer gut ausgelastet. Vor allem auch an den Freitagen, wo ja der Wochenmarkt in Ischl ist", so der Pavillon-Chef. Anders sieht das die Fraktion der Freiheitlichen in Bad Ischl: "Wir wollen eine lebendigere Lösung für den Sparkassenplatz, der ja eine 1A-Lage bietet", so Vizebürgermeister Anton Fuchs. Die FPÖ habe sich in der Vergangenheit schon vermehrt gegen die derzeitige Lösung ausgesprochen. Und weiter: "Die Stadtgemeinde hat den Platz mit den Steuergeldern auf Vordermann gebracht. Jetzt wollen wir im Sinne der Steuerzahler, dass auch das Bestmögliche dort ist. Bei Herrn Stadler sehen wir diese Entwicklung leider nicht."

Gefordert: Ganzjahresbetrieb und "schöneres" Ambiente

"Bei Gesprächen im Stadtrat kam heraus, dass man sich eine Ganzjahres-Lösung wünscht", erläutert Heide. Zudem wolle man auch, dass sich ein Gastronomiebetrieb visuell möglichst ansprechend präsentiert. "Die Gäste der Trinkhalle schauen teilweise auf die Rückseite des Pavillons, also muss auch das ansehnlich sein", heißt es weiter.

Mit Unterschriftenliste gegen das drohende Aus

Falls ein anderer Gastronom aufgrund des vorgelegten Konzeptes den Vorzug bekommt, würde dies unweigerlich das Ende für den Pavillon "Zum Knecht" bedeuten. Interessenten gäbe es Fuchs zufolge sicher einige. Um das zu verhindern, apelliert Michael Stadler an die Gäste: "Wir haben eine Unterschriftenaktion gestartet und zudem eine Fanpage auf Facebook online gestellt. Wenn sich viele Leute eintragen oder uns ein Like schenken, zeigt das den Politikern, wie wichtig wir den Ischlern sind."
Die Facebookseite "Pavillon 'Zum Knecht' soll am Trinkhallenplatz bestehen bleiben" hat bereits über 500 Gefällt mir-Angaben. Grundsätzlich würde Heide zufolge auch nichts dagegen sprechen, dass die Gastronomie weiterhin in Stadlers Händen bleibt. "Ich freue mich über jeden Vorschlag, aber ganz besonders über ein für alle zufriedenstellendes Konzept von Michael Stadler." Auch seitens der FPÖ hätte man nichts gegen ein Fortbestehen des Pavillons "Zum Knecht", sofern bis Ende August ein ordentliches Konzept einlangt. "Anstatt einer Unterschriftenaktion hätte ich mir aber lieber das persönliche Gespräch gewünscht", so Fuchs.
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