11.10.2016, 10:15 Uhr

Heide spricht bei Podiumsdiskussion über Katastrophenschutz

Diskussionsteilnehmer von links nach rechts: Felix Weingraber, Abteilung Oberflächengewässerwirtschaft beim Land OÖ, Hans Starl vom Elementarschaden Präventionszentrum, Bürgermeister Hannes Heide, Moderator Günther Madlberger vom ORF-Oberösterreich, Landerat Elmar Podgorschek, Michael Gugler, Leiter der Direktion Inneres und Kommunales des Landes OÖ, und Landesfeuerwehrkommandant Wolfgang Kronsteiner. (Foto: Denkmayr)

WELS, BAD ISCHL. Die heurigen Unwetterereignisse waren der Anlass einer Podiumsdiskussion am Landesfeuerwehrtag in Wels, zu der Bürgermeister Hannes Heide von Landesfeuerwehrkommandant Wolfgang Kronsteiner eingeladen worden war, um aus der Sicht der Bürgermeister zu berichten.

Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten, Möglichkeiten und Fakten, um Gefahren schon vor Ereignissen erkennen und definieren zu können, waren Inhalt von zwei Impulsreferaten. Bad Ischls Bürgermeister stellte in seinem Statement fest, dass Gefahrenzonenpläne sich als zulässiges Instrument erwiesen hätten und geeignet sind, auf Gefahren hinzuweisen. Für die Bewältigung von Ereignissen wie dem Unwetter und Sturm im heurigen Juli, den lokalen Starkregenereignissen der vergangenen Jahr und der Hochwasserkatastrophe 2013, sei ein breit aufgestelltes Feuerwehrwesen, wie es in Bad Ischl besteht, eine unverzichtbare Grundvoraussetzung.

Entschädigung für Arbeitgeber

Auch das Glück habe bei der Bewältigung der genannten Ereignisse mitgespielt, weil sie zu Zeiten stattgefunden haben, zu denen Feuerwehrkameraden in großer Zahl verfügbar waren. Dies warf bei den anwesenden, hunderten Feuerwehrkameraden die Frage an die Diskutanten nach finanzieller Entschädigung im Katastropheneinsatz auf. Derzeit können Arbeitgeber eine solche finanziellen Mittel für Mitarbeiter beantragen, wenn diese durchgehend drei Tage im Katastropheneinsatz gewesen waren.
Bürgermeister Hannes Heide appellierte am Podium, das Feuerwehrwesen nicht nach betriebswirtschaftlichen Ansätzen "Was kostet es?", sondern nach volkswirtschaftlichem Ansatz "Was bringt es?" zu beurteilen. "Dann ist die Antwort auf viele aufgeworfene Fragen klar", ist sich Heide sicher.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.