29.04.2016, 09:48 Uhr

Materialschlacht an der Adria

(Foto: Privat)
SALZKAMMERGUT. Während auf heimischen Gewässern bereits für die bevorstehende Traunseewoche trainiert wird, fand in der Adria die 8. Auflage des One-Design Business Sprint der Segelschule Hofbauer statt. Mit dabei waren heuer zwei Traunsee-Teams: Bootsshop.at Salzkammergut mit Skipper Mike Burgstaller (Segelclub ASKÖ) und Godspeed Sail Race Academy mit Peter Steinkogler (Segelclub Ebensee) als Schiffsführer.
Aufgrund der sportlichen Windverhältnisse mit 20 bis 25 Knoten konnten bereits auf der Trainingsstrecke von Biograd nach Zadar einige Personen- und Materialschäden verzeichnet werden. Nach einigen Reparaturen im Hafen und Klebearbeiten im Krankenhaus von Zadar starteten am frühen Nachmittag 12 Boote mit Ziel Portoroz.
Den drei Favoriten Peter Steinkogler, Mike Burgstaller und Christian Bayer vom Yachtclub Neusiedl gelang es rasch, sich vom Hauptfeld abzusetzen und ihren Vorsprung weiter auszubauen. Kurz vor Überquerung des berühmt-berüchtigen Kvarners schienen die Platzierungen nach vier Stunden bereits festzustehen, als plötzlich die Gennaker von Team Burgstaller und Team Steinkogler „kopflos“ ins Wasser geblasen wurden.
Über den Kvarner und durch die ganze Nacht hieß es nun, die ersegelten Plätze zu verteidigen, was sich angesichts des schwächer werdenden Windes als aussichtslos herausstellte. Beide Teams verloren zwar nur zwei Plätze, mussten sich aber nach rund 19 Stunden mit den Plätzen 4. (Bootsshop.at Salzkammergut) und 5. (Godspeed Sail Race Academy) zufrieden geben. Der Sieg ging an Christian Bayer, der nach 16 Stunden und 32 Minuten die Ziellinie überquerte.
Etwas erschöpft, aber dennoch zufrieden mit den erbrachten Leistungen scherzte Mike Burgstaller bei der Siegerehrung: „Das nächste Mal nehmen wir unseren Sponsor Bootsshop.at mit. Dann gehen uns die Ersatzteile sicher nicht mehr aus!“
Auch Peter Steinkogler war sichtlich guter Dinge: „Als uns der Gennaker abhanden gekommen war, dachten wir, die Regatta ist gelaufen. Nachdem aber dem zweiten Traunseeteam das gleiche Schicksal ereilte, war es gleich wieder spannend!“
Beide Teams freuen sich bereits jetzt auf eine Revanche im nächsten Jahr.
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