04.08.2016, 13:49 Uhr

Nach erstem Esternberger Zeltfest starb Elvis Presley

40 Jahre Esternberger Zeltfest – die Kicker der Union freuen sich bereits auf das Jubiläumsfest.

Das traditionelle Zeltfest in Esternberg feiert von 12. bis 14. August 40-jähriges Jubiläum. Seither ist viel passiert.

ESTERNBERG (ebd). Das Jahr 1977 hatte es in sich: Liverpool besiegte Borussia Mönchengladbach in Rom mit 3:1 und gewann den Europapokal. Niki Lauda wurde zum zweiten Mal Formel 1 Weltmeister. In Großbritannien brach die erste Punkwelle los. Außerdem gründeten sich die Bands „Erste Allgemeine Verunsicherung“ (EAV) sowie die „Dire Straits“. Dafür trat der King of Rock n‘ Roll Elvis endgültig von der Bühne. Er starb am 16. August. Einen Tag, nachdem im Rahmen der damaligen Sportplatz-Eröffnung das erste Esternberger Zeltfest (von 12. bis 15. August) stattgefunden hatte. „Das Zeltfest war damals nicht viel mehr als ein ganz kleines Zelt mit primitivem Holzgerüst. Und da, wo jetzt die Umkleidekabinen sind, war die Bar drin“, erinnert sich der Kassier der Union Esternberg, Franz Mauthner.

14:1 Klatsche gegen den LASK

Im Eröffnungsspiel ging‘s gegen den LASK, der damals noch klingende Namen wie Heli Köglberger in seinen Reihen hatte und zu den besten Teams des Landes zählte. Das Spiel ging für die Esternberger zwar mit 14:1 verloren, aber geboren war ein Fest, das auch nach 40 Jahren nichts von seiner Faszination eingebüßt hat. Ein Jahr später fand im Zelt mit der Steinhebermeisterschaft das nächste Highlight statt. 1982 sorgte die „Budvarka“ – Volksmusik aus Böhmen – für Stimmung. 1983 war ein Feuerschlucker die Attraktion. Obwohl schon immer gut besucht, setzte laut Organisationsteam Franz Mauthner, Konrad Aschenberger, Ludwig Pankratz, Sepp Kuffner und Fredi Wallner der „richtige Schub“ erst Mitte der 90er Jahre ein.

Marc Pircher startete "Karriere" in Esternberg

Seither haben sich bekannte Bands und Sänger wie die „Bachler Buam“, das „Nockalm Quintett“, die „Stoakogler“, „Alpenrebellen“ oder die „Zillertaler“ musikalisch die Klinke in Esternberg in die Hand gedrückt. „2002 war Marc Pircher da. Von da an ging es auch mit seiner Karriere steil aufwärts“, schmunzelt Mauthner. Der Hype um Pircher war damals sogar so groß, dass das Jahrhunderthochwasser samt Stromausfall die Fans nicht daran hindern konnte, nach Esternberg zu pilgern.

Die teuerste Band, die laut Vorstand jemals verpflichtet wurde, waren die „Alpenrebellen“. Nichts kostet dem Verein das Personal. Die rund 250 Personen, die für einen reibungslosen Ablauf des Dreitagesfestes sorgen, arbeiten allesamt ehrenamtlich. Die Vorbereitungen dafür beginnen bereits im März. „Das Zeltfest ist sozusagen unser Hauptsponsor“, so die Organisatoren. „Ohne diese Einnahmen könnten wir uns einen Spielbetrieb in der Landesliga nicht leisten und würden wir sicher eine Klasse tiefer spielen.“ Zusammengearbeitet wird seit jeher mit den Vereinen und Produzenten aus der Region.

Ohne Zeltfest eine Klasse tiefer

Auf die Frage, was das Zeltfest über die Jahrzehnte hinweg so erfolgreich macht, meint Mauthner: „Wir versuchen neben Partystimmung auch Wohlfühlatmosphäre zu erzeugen. Außerdem stimmt bei uns das Preis-Leistungsverhältnis.“ Stolz sei man darauf, dass es im Rahmen des Festes noch nie zu Ausschreitungen oder ähnlichen Vorfällen gekommen ist – und das soll auch in den nächsten 40 Jahren so bleiben …

Zur Sache

Offiziell eröffnet wird das Jubiläumszeltfest am Freitag, 12.8., um 21 Uhr mit dem Bieranstich durch Bürgermeister Rudolf Haas. Danach sorgen die „Lauser“ für Stimmung. Bereits um 16.30 Uhr findet ein Freundschaftsspiel der Reservemannschaschaft gegen den FC Münzkirchen statt. Um 18.30 Uhr kickt die Kampfmannschaft gegen Münzkirchen.
Am Samstag, 13.8., steht ab 14 Uhr ein Fußballnachwuchsturnier an. Um 15 Uhr geht zudem ein Herren-Asphaltturnier über die Bühne. Um 21 Uhr sorgt die Band „Life Brothers“ für Partystimmung. Am Sonntag, 14.8., wird mit Festgottesdienst (9:30 Uhr) und Frühschoppen gestartet. Um 21 Uhr gibt‘s Volksfeststimmung mit den „Saubartln“.
Alle Infos zum Fest gibt's hier
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