10.08.2016, 18:30 Uhr

Bezirksschul-Chef mit Anfang Oktober weg

Karl Hauer sieht auf die Lehrer künftig große Herausforderungen zukommen. (Foto: privat)

Schärdings Bezirksschulinspektor Karl Hauer geht mit 1. Oktober in Pension – hier vorab seine Bilanz.

BEZIRK (ebd). Im Exklusiv-Interview spricht Hauer über gemeisterte Herausforderungen, was seinen Nachfolger erwartet und warum ihm in der Pension sicher nicht langweilig werden wird.

BezirksRundschau: Herr Hauer, Sie werden im Septembernach zehn Jahren Bezirksschulinspektor ihr letztes Berufsmonat absolvieren. Was hat für Sie das Amt so interessant gemacht?
Hauer: Spannend und herausfordernd war die Vielfalt des Aufgabenfeldes.

Wenn Sie zurückblicken – was war die größte Herausforderung, die es zu meistern galt?
Die Umwandlung der Hauptschulen in Neue Mittelschulen mit den damit verbundenen Änderungen in der Pädagogik, in der Organisation des Unterrichts und der Leistungsbeurteilung.

Und wo liegen Ihrer Meinung nach die künftigen Herausforderungen?
Aus Untersuchungen weiß man, dass die Volksschulkinder beim Schulstart zum Teil einen Entwicklungs- und Leistungsunterschied von bis zu drei Jahren aufweisen. Hier jedem einzelnen Kind gerecht zu werden, wird zum einen die Lehrer sehr fordern, aber auch einen verstärkten Ressourceneinsatz notwendig machen.

Gab es so etwas wie einen „schönsten Moment“?
Mir fällt kein sogenannter "schönster Moment" ein, aber mit großer Freude habe ich immer gesehen, mit welcher Begeisterung die Volksschulkinder lernen.

Und einen „Moment zum Vergessen“?
Nein, den gab es nie.

Was wird Ihrer Meinung nach mit den Kleinstschulen im Bezirk passieren? Wohin führt da die „Reise“?
Das ist eine Frage von politischen Entscheidungen. Hier traue ich mir keine Prognose zu.

Zu welchen gravierenden Änderungen im Lehrplan muss es in Zukunft kommen? Gibt es da einen Bereich, wo angesetzt gehört?
Wir haben sehr brauchbare Rahmenlehrpläne, die den Schulen auch individuelle Schwerpunktsetzungen ermöglichen. Hier sehe ich keinen Änderungsbedarf.

Wen würden Sie sich als Nachfolger wünschen und welche Voraussetzungen muss ein Bezirksschulinspektor überhaupt mitbringen?
Hier habe ich keine Wünsche. Für die Aufgabe ist es wichtig, dass man pädagogisch kompetent ist, Entscheidungsfreude hat, gut Konflikte lösen kann und gerne Führungsaufgaben übernimmt.

Im Vergleich zu anderen Bezirken – wie gut würden Sie sagen, steht da Schärding da?
Ich denke, dass wir uns nicht verstecken brauchen. Ins Detail zu gehen würde jedoch den Rahmen sprengen.

Was wird ihre letzte „Amtshandlung“ als Bezirksschulinspektor sein?
Es wird keine bestimmte singuläre Handlung sein. Mir ist es sehr wichtig, dass es zu einem reibungslosen Schulstart kommt. Ich bin daher den gesamten September noch im Dienst.

Was wird Karl Hauer mit der freiwerdenden Zeit in der Pension anfangen?
Vorerst werden meine Enkelkinder etwas mehr Opazeit als bisher bekommen, dann sehe ich weiter. Langeweile wird sicher keine aufkommen.
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