03.08.2016, 15:31 Uhr

Gut betreut in den Ferien: Kinderbetreuungsnetzwerke erfolgreich gestartet

Gemeinden ziehen eine erste Bilanz des Pilotprojektes – Lokalaugenschein im Zeller Kindergarten

ZELL/PRAM, BEZIRK (ska). Im Kindergarten in Zell an der Pram geht's trotz Ferien jetzt rund. Am Spielplatz wird geschaukelt, getobt und gebastelt. Drei junge Pädagoginnen betreuen derzeit rund 23 Kinder aus Zell, Riedau und Dorf an der Pram. Und auch die weiteren Kinderbetreuungsnetzwerke gehen nun, nachdem auch die Kindergärten in die Fereien gestartet sind, in Betrieb.

Wie exklusiv berichtet, schließen sich die Gemeinden des Bezirks heuer erstmals zu solchen Kinderbetreuungsnetzwerken zusammen. Mehr dazu hier. Starthilfe dafür gab die Leaderregion Sauwald-Pramtal. "Familie und Beruf zu vereinbaren ist für Eltern ein wichtiges Thema", weiß Leader-Obmann Alois Selker. "Gemeinsam wollen wir deshalb mit dieser Aktion die Region lebenswerter gestalten.“

Konkret bieten die Gemeinden als Zusammenschluss etwa einen Sommerkindergarten wie in Zell an der Pram und St. Aegidi im August an. Das Netzwerk Schardenberg-Freinberg-Wernstein hat außerdem eine Vormittagsbetreuung für Volksschüler im Juli ins Leben gerufen. In Münzkirchen hat sich durch die Initiative sogar ein "soziales Netzwerk" aufgetan, wie Bürgermeister Helmut Schopf mitteilt. "Weil es bei uns im Juli nur punktuellen Bedarf gab, starten wir mit der Betreuung erst im August", erklärt er. "Beim Elternabend im Vorhinein haben sich die Mütter und Väter kennen gelernt und sind auf die Idee gekommen, sich im Juli selbst gegenseitig mit der Betreuung auszuhelfen."

In Zell an der Pram sind die drei Pädagoginnen Daniela Hattinger, Susanna Straif und Magdalena Lenzenweger bemüht, den Kindern ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. "Wir möchten viel in der Natur machen", sagt Hattinger. "Wie etwa baden in der Pram und spazieren gehen."

Die Kinderbetreuungsnetzwerke wie sie heuer starteten sind nicht in Stein gemeißelt, sagt Leader-Geschäftsführer Johannes Karrer. "Kennen wir den Bedarf, können wir Angebote schaffen." Nächste Themen könnten deshalb gemeinsame Krabbelgruppen für unter Drei-Jährige und Nachmittagsbetreuung für Volksschüler sein. Denn eine solche wird noch nicht in jeder Gemeinde angeboten.
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