18.08.2016, 00:00 Uhr

Jungdesignerinnen wollen mit schlichter Eleganz auf die großen Catwalks

Sabrina Eggertsberger aus Schardenberg gründete mit der Riederin Elisabeth Obermair das Label LYVEM. (Foto: privat)

LYVEM heißt das Modellabel, mit dem eine Schardenbergerin zusammen mit ihrer Rieder Kollegin aufzeigt.

SCHARDENBERG (ska). Im Interview spricht Sabrina Eggertsberger über die Fashionshow in Düsseldorf mit Germanys Next Topmodel-Stars, aktuelle Trends und einen möglichen Shop in Schärding.

BezirksRundschau: Ihre Mode ist zeitlos und schlicht. Warum nicht auffällig und schrill, womit so viele Designer für Aufsehen sorgen?
Sabrina Eggertsberger: Wir wollen keine "Fast Fashion" entwerfen (Anm. d. Red.: Das schnelle Kopieren von Laufstegmodellen und Modetrends), sondern Stücke, an denen die Kundinnen lange Zeit Freude haben. Deshalb setzen wir auf schlichte Schnitte und klare Linien. Außerdem legen wir großen Wert auf Qualität, Transparenz und faire Bedingungen bei der Herstellung unserer Stücke.

Wo wird genäht?
In einer kleinen Schneiderei in Bulgarien. Wir sind in stetem Austausch mit den Damen vor Ort. Denn wir wollen keine Massenware.

Spielen aktuelle Trends für Sie dann überhaupt eine Rolle?
Natürlich spielen sie eine Rolle. Jedoch möchten wir unserer Linie treu bleiben und unsere Stücke eher schlicht halten.

Warum Modedesign? Warum jetzt der Schritt zu einem eigenen Label?
Meine Kollegin und ich sind beide sehr modeinteressiert. Wir haben vorher lange immer nur darüber gesprochen. Und vor eineinhalb Jahren haben wir uns dann entschieden, unseren Traum zu verwirklichen und mit LYVEM zu starten.

Wie wichtig ist Ihnen persönlich Mode im Alltag?
Ich lege viel Wert darauf, auch im Alltag gut gekleidet zu sein.

Germanys Next Topmodel-Fans sind Elena und Lara ein Begriff. Beide Models sind heuer bei der Fashionshow in Düsseldorf für LYVEM gelaufen. Wie ist es, die Stars in Ihrer Kleidung zu sehen?
Wir haben uns sehr gefreut. Die Show in Düsseldorf war gesamt ein großer Erfolg und es war eine tolle Erfahrung, mit den Mädchen zu arbeiten.

LYVEM gibt's im Onlineshop und in Shops in Wien und Düsseldorf. Wird's in Zukunft auch einen Shop in der Nähe der Heimat geben?

Für unsere Kundinnen aus der Region öffnen wir schon jetzt zwei- bis dreimal im Jahr einen Pop-Up-Shop in Ried. Unser Vertriebsnetz befindet sich gerade im Aufbau. Und einige Shops hier kommen durchaus als potentielle Partner in Frage. Deshalb ist es durchaus möglich, dass es LYVEM bald auch im Bezirk Schärding zu kaufen gibt.

An den Entwürfen arbeiten Sie und Ihre Kollegin derzeit noch nebenberuflich. Was arbeiten Sie?
Ich bin bei einer Firma im Personaldienstleistungssektor beschäftigt und für Personalrecruiting und administrative Tätigkeiten zuständig.

Was heißt das für LYVEM?

Unser Ziel ist es auf jeden Fall, unsere Leidenschaft bald zum Beruf zu machen.

Ist eine neue Kollektion bereits in Arbeit?

Wir arbeiten derzeit noch am Feinschliff unserer Winterkollektion, die bald in Produktion geht. Im Herbst stehen außerdem einige Termine mit Pop-Up-Shops und Messen an sowie die Planungen bereits auch für das gesamte nächste Jahr.

Zu guter Letzt: Welchen aktuellen Trend würden sie auf gar keinen Fall mitmachen?
Aktuell eigentlich keinen (lacht). Aber ich bin der Meinung, man muss nicht jeden Trend mitmachen.
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