24.08.2016, 23:37 Uhr

Sicherheitsbürger wurden bereits aktiv

Das Pilotprojekt "Gemeinsam Sicher" wird von Generaldirektor Konrad Kogler (2.v.r.) und Matthias Osterkorn (links) vorangetrieben.

Ranghöchster Polizist Österreichs besuchte das zweite Treffen der Sicherheitsbürger des Bezirks in Freinberg.

BEZIRK (juk). Das Community-Projekt "Gemeinsam sicher" nimmt im Bezirk Schärding langsam Formen an, wie am zweiten Treffen der Schärdinger Sicherheitsbürger in Freinberg berichtet wurde. Konrad Kogler, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit und ranghöchster Polizist Österreichs, wohnte diesem bei.
In vielen Gemeinden haben sich bereits sogenannte Sicherheitsbürger gefunden, die als Bindeglied zwischen Polizei und Bevölkerung fungieren sollen. Um sie in ihren Gemeinden bekannt zu machen, hängen seit neuestem Plakate mit Fotos an den Amtstafeln. Am Tag der Einsatzkräfte in Schardenberg wurden die Sicherheitsbürger dem Publikum vorgestellt.

Bereits erste Einsätze
Auch gibt es erste Fälle, in denen die Helfer in ihren Gemeinden aktiv wurden. Ein Beispiel: Eine bereits stark zugewachsene Straßenkreuzung wurde als gefährlich erkannt. Hier griff ein beherzter Sicherheitsbürger sogar selbst zur Motorsäge. Oder die Warnung vor Opferstockeinbrüchen, die sich in letzter Zeit im Bezirk häuften, die per Mail von der Rainbacher Sicherheitsbürgerin an alle Sicherheitsbürger des Bezirks weitergegeben wurde, um für Wachsamkeit in dieser Hinsicht zu plädieren. Derzeit wird außerdem an einer besseren Vernetzung der Sicherheitsbürger untereinander gearbeitet. Eine Whatsapp-Gruppe ist bereits installiert, eine geschlossene Internetplattform, zum Austausch von Bildern, Präsentationen und Informationen, ist in Vorbereitung.
Laut Generaldirektor Konrad Kogler vom Innenministerium soll das Pilotprojekt dem schwindenden Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung entgegenwirken, das sich besonders stark in ländlichen Regionen zeigt: "Es geht vor allem um die Frage: Wem gegenüber kann man Dinge ansprechen? Hier kommt der Sicherheitsbürger ins Spiel. In Großbritannien wird das Modell seit 40 Jahren erfolgreich praktiziert."
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