24.05.2016, 14:41 Uhr

Wenn's im Inn vor Zillen nur so wimmelt

Alfred Deschberger, Günter Unterholzer, Stadtchef Angerer, Markus Furtner und Michael Hutterer: Die Verantwortlichen freuen sich auf das Mega-Feuerwehrevent im Juni, das den Veranstaltungsreigen im Zuge des Stadtjubiläums ergänzt.

Mehr als 800 Zillenbesatzungen treten bei Landesfeuerwehrleistungsbewerb Mitte Juni in Schärding an.

SCHÄRDING (ska). "Der Inn hat seine Tücken", sagt Markus Furtner von der FF Schärding. Und genau deshalb verspricht der Landesfeuerwehrleistungsbewerb in Schärding spannend zu werden. Am Freitag, 17. Juni, und Samstag, 18. Juni, messen sich mehr als 800 Zillenbesatzungen auf dem Inn.


Erwartet zu diesem Mega-Event werden mehrere tausend Besucher, Teilnehmer und Helfer. Die "Arena" ist der Inn, Tribüne die Innlände. Mehrere Imbissstände und ein Festzelt werden aufgebaut. Am Freitag starten die Bewerbe um 13:30 Uhr. Am Samstag geht's schon um 7:30 Uhr los. Zuschauer sind jederzeit willkommen. Und auch zur großen Abschlussveranstaltung am Stadtplatz, Samstag 18 Uhr, lädt die FF Schärding herzlich ein.

Der Zillenbewerb ist mehr als ein Wettkampf der Feuerwehren auf dem Wasser. "Er ist ein Training für einen sicheren Einsatz während eines Hochwassers", sagt Michael Hutterer, Kommandant der FF Schärding. Bei einer Flut gebe es oft keine andere Möglichkeit der Fortbewegung. "Motorboote sind zu gefährlich, weil man nicht weiß, worüber man fährt. Die Zillenbesatzungen retten Personen aus überfluteten Häusern und transportieren Lebensmittel.

Beim Bewerb im Juni treten sie in drei Kategorien, Bronze, Silber und Einer, an. Der Bronze-Bewerb findet auf Höhe des Wassertors statt. Der Silber-Bewerb und Einer-Wettkampf können vom Hotel Gugerbauer aus verfolgt werden. Pro Strecke sind zwei Sicherungsboote samt Rettungsschwimmer im Wasser.

Schon jetzt reisen Zillenfahrer aus ganz Oberösterreich an, um für den Bewerb am Inn zu trainieren. Die FF Schärding rechnet sich gute Chancen aus. Beim Bezirksbewerb im Vorjahr holte sie immerhin den Mannschaftssieg. Ein Video vom Bewerb gibt's hier.

Kameraden einsatzbereit

"Und keine Sorge, Herr Bürgermeister, Schärding wird in dieser Zeit nicht abbrennen", sagt Markus Furtner mit einem Schmunzeln. Einsatzbereitschaft gilt an beiden Bewerbstagen. Bei Einsätzen im Pflichtbereich Schärding rückt die FF St. Florian zur Unterstützung an.

Wasserdienst der Feuerwehren im Bezirk

Acht Freiwillige Feuerwehren – je vier an Donau und Inn – sind im Bezirk Schärding mit dem Wasserdienst betraut. Weil es dennoch bei der Flut 2013 zu Personalengpässen gekommen ist, hat sich das Bezirksfeuerwehrkommando etwas einfallen lassen: Alle Interessierten – auch aus Feuerwehren aus Gemeinden, die kein Fluß durchfließt – können die Wasserdienstgrundausbildung absolvieren. Diese findet seit 2013 jährlich statt. Beim ersten Mal waren rund 60 Teilnehemer dabei. Wasserdienst-affine Wehren bieten sich außerdem unterstützend für Ausbildung und Training an.
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