09.03.2016, 18:00 Uhr

"Für mich kam nach objektiver Betrachtung nur ÖVP in Frage"

Manuel Etzl ist auch ÖVP-Vizebürgermeister. Will er gar Ortschef werden? (Foto: privat)

Manuel Etzl ist mit seinen 26 Jahren jüngster ÖVP-Ortsparteiobmann des Bezirks.

ALTSCHWENDT. Im Interview verrät der Jungpolitiker seine Beweggründe, was er von der FPÖ hält und weshalb er seinen Großvater um politischen Rat fragt.

BezirksRundschau: Herr Etzl, Sie sind jüngster ÖVP-Ortsparteiobmann des Bezirkes. Was sagen Sie dazu?
Etzl: Trotz meines Alters bringe ich schon etwas Erfahrung in der Führung von Gruppen mit.

Weil sie Landjugendchef waren?
Ja. Ich war schon während dieser Zeit politisch interessiert. In der Landjugend konnte ich eine sehr gute überpolitische Funktionärsschmiede besuchen. Mir ist besonders wichtig, in Zukunft den Ort mitzugestalten. Hier bietet die Politik die besten Rahmenbedingungen. Zudem sehe ich großes Potential in der ÖVP Altschwendt.

Warum ausgerechnet die ÖVP?
Für mich kam nach objektiver Betrachtung nur die ÖVP in Frage. FPÖ und Grüne haben bestimmt auch interessante Ansätze, welche jedoch nicht die Kommunalpolitik betreffen. Die Jugend ist verleitet, dass Extreme und Ausgefallene zu wählen. Die FPÖ versucht zwar mit lustigen Reimen die Jugend zu erreichen. Ich denke aber, langfristig gesehen wird das nicht aufgehen. Denn die Jugend beginnt immer mehr, über die Möglichkeiten der Umsetzung von Wahlversprechen nachzudenken und erkennt, dass so manche Forderung gut klingt, aber nicht umsetzbar ist.

Altschwendt wird von einem roten Bürgermeister „regiert“. Wie funktioniert die Zusammenarbeit?
Sehr gut. Mit Hilfe unseres Bürgermeisters konnten wir auch in den letzten Jahren viele Ziele der ÖVP umsetzen. Unser Ziel ist es, den Lebensstandard der Altschwendtner weiterhin zu heben und die Gemeinde langfristig attraktiver zu machen.

Wo wird die ÖVP künftig den "Hebel" ansetzen?
Die ÖVP muss noch bürgernäher werden. Wir müssen Kommunalpolitik attraktiver für Jugend und Zuzügler machen. Unsere Gemeinde braucht weiterhin aktive Gemeindebürger und finanzielle Unterstützung vom Land.

Was wurde Ihrer Meinung nach in der Vergangenheit verabsäumt?
Da wir im Grenzgebiet zu Grieskirchen leben, denke ich, dass man noch mehr Bindung im Bezirk Schärding aufbauen sollte.

Welche Ziele haben Sie?
Ein Schwerpunkt wird sicher die Öffentlichkeitsarbeit sein.

Ihr Großvater war Bürgermeister in Altschwendt. Sind das auch Ihre Ambitionen?
Bürgermeister ist ein sehr verantwortungsvolles Amt. In der heutigen Zeit müssen Politiker eine sehr dicke Haut haben. In den nächsten Jahren möchte ich in meinem Amt als Vizebürgermeister vieles lernen und dann werde ich mich entscheiden.

Fragen Sie Ihren Opa um Rat?
Ich habe ihn erst vor kurzem besucht und mit ihm über seine Herangehensweisen damals gesprochen. Wir haben in der ÖVP Altschwendt die Einstellung, sich mit der Pensionierung aus den politischen Spitzenfunktionen zurückzuziehen. Daher ist es besonders wichtig, immer wieder Ratschläge ehemaliger Funktionäre einzuholen. Bei mir sind das natürlich meine Großväter.

Wenn Sie einen Wunsch für die Gemeinde frei hätten, welcher wäre das?
Ein friedliches Nachbarschaftsleben sowie ein lebendiges Vereinsleben.

Was wird Ihr konkret nächster politischer Schritt sein?
Ich möchte einen Rahmen für mehr Information und Mitsprachemöglichkeit für die Bevölkerung schaffen.
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