01.06.2016, 18:30 Uhr

Enzenkirchens Kicker auf FC St. Paulis Spuren

V. l.: Benjamin Reinthaler (Viva con Agua Linz), Rudi Bauböck (Viva con Agua Linz), Christoph Schmidseder (Organisator Union Raika Enzenkirchen), Christoph Em (Viva con Agua Linz & Union Raika Enzenkirchen) (Foto: privat)

Enzenkirchen sammelte beim Derby gegen St. Willibald für "Viva Con Agua" Linz – als erster Verein Österreichs.

ENZENKIRCHEN (ebd). Obwohl es gegen den Tabellenführer der 2. Klasse WestNord eine 2:7-Schlappe setzte, war das Ergebnis für die Heimmannschaft wohl Nebensache. Denn trotz der Niederlage dürfen sich die Enzenkirchner als Sieger fühlen. Schließlich konnten bei der Charity-Aktion, bei der Trinkbecher gesammelt wurden, 230 Euro für Wasserprojekte auf der ganzen Welt eingesammelt werden. Obwohl der Betrag an sich bescheiden klingt, geht es der Union vielmehr um den sozialen Aspekt. "Die Union Enzenkirchen will neben Fußball auch gesellschaftliche und soziale Verantwortung übernehmen. Aber nicht nur mit dem täglichen Trainings- und Spielbetrieb, auch mit speziellen Projekten wollen wir unser soziales Engagement unterstreichen", sagt Christoph Schmidseder, zuständig fürs Marketing bei der Union Enzenkirchen.

Flüchtlinge im Boot

Mit der Aktion wandeln die Enzenkirchner Kicker übrigens auf den Spuren des deutschen Kultklubs FC St. Pauli, der ebenfalls die Wasserinitiative von "Viva con Agua" unterstützt. Doch wie kam es überhaupt zur Zusammenarbeit? "Zwei Freunde von mir sind Mitglieder von Viva con Agua Linz und ich habe selber schon einmal bei einem Konzert Becher sammeln geholfen", so Schmidseder zur BezirksRundschau. Deshalb habe ich gemeinsam mit den beiden diese Aktion organisiert." Weitere Aktionen sind zwar aktuell nicht geplant, "aber es ist nicht ausgeschlossen, dass wir in Zukunft wieder eine Aktion mit 'Viva con Agua' organisieren." Derzeit kommt die Union ihrem sozialen Engagement dahingehend nach, dass aktuell sieben bis acht männliche Flüchtlinge jeden Dienstag bei den "Altherren" mittrainieren. "Damit sie so Anschluss an die Gesellschaft bekommen und sich auch sportlich betätigen können", sagt Schmidseder.
Was zwei Runden vor Saisonschluss die sportliche Ausbeute betrifft, zeigt sich der Verein nur bedingt zufrieden. "Wir haben vor der Saison einen Platz im vorderen Mittelfeld angestrebt und wollten versuchen, die vorderen Mannschaften etwas zu ärgern. Mit dem Platz im vorderen Mittelfeld wird es zwar klappen, aber wir konnten in der Rückrunde nicht richtig überzeugen", so Schmidseder.

Mannschaften "ärgern"

Verantwortlich dafür waren laut Schmidseder neben Verletzungen auch die eine oder andere Undiszipliniertheit, die wertvolle Punkte gekostet haben. "Wir sind nach Verlustpunkten aber die bestplatzierte Mannschaft ohne ausländische Legionäre. Deshalb sind wir mit der Saison im Großen und Ganzen zufrieden. Nächstes Jahr wollen wir auf jeden Fall wieder eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen. Vielleicht reicht es ja dann in der neuen Saison für ganz vorne."
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