25.05.2016, 20:57 Uhr

Nachwuchsleiter Reinhold Bell kommt zu Wort

Schärding: SK Schärding | Reini, wie die gute Seele des SK Schärding liebevoll genannt wird, gibt Einblicke in seine jahrelange Tätigkeit als Trainer und Nachwuchsleiter.

Bist du auch über deinen Sohn zum Trainerposten gekommen? Wie ist das entstanden und wie lange ist das nun her?

Max spielt jetzt in der U15. Begonnen hat er 2007 in der U9. Damals haben unsere starken Jahrgänge 2000 und 2001 mit dem Kicken begonnen. Deshalb hatte der Trainer mehr als 20 Kinder zu betreuen. Da waren Helfer gesucht, und so sind David Heitzinger, unser derzeitiger U17-Trainer und ich dazu gekommen.

Wie war dein Weg bis zur jetzigen U15?

Von der U9 weg habe ich dann die Jahrgänge 2001, 2002 und 2003 in den verschiedenen Mannschaften U10, U12 und U13 betreut. Derzeit habe ich sie alle wieder in einer wirklich tollen U15 vereint.

Du bist ja nicht nur Trainer sondern auch Nachwuchsleiter. Seit wann hast du dieses Amt inne?

Nachwuchsleiter bin ich seit 2010.

Deine größten Herausforderungen als Nachwuchsleiter?

Hauptaufgabe ist es natürlich für die 115 Kinder und Jugendlichen, die bei uns Fußball spielen möglichst optimale Bedingungen zu schaffen.
Das wichtigste dabei ist ein engagiertes Trainerteam, das eine gemeinsame Philosophie und Linie verfolgt.
Da sind wir meines Erachtens auf einem sehr guten Weg.

Was gehört zu dieser Philosophie?

Die sportliche Entwicklung des einzelnen Spielers und der einzelnen Spielerin steht im Vordergrund. Im besten Fall führt dieser Weg in unsere Kampfmannschaft - oder sogar darüber hinaus.
Mir ist es aber auch wichtig, nicht nur das Sportliche zu sehen. Zu uns kommen ja Kinder, die Spaß haben und etwas lernen wollen. Fußball ist damit auch eine Art Lebensschule.

Was kann man in dieser Schule Lernen?

Freude an gemeinschaftlich erbrachter Leistung, Respekt untereinander und anderen gegenüber, Solidarität und das Erleben, dass Unterschiede notwendig sind und stark machen können.
Gerade in Vereinen kann ein wesentlicher Beitrag zur Integration geleistet werden.

Wie, zum Beispiel?

Wir haben über den Winter für die Bewohner des Heims für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ein betreutes Hallentraining angeboten. Jetzt spielen 8 davon in unseren U15 und U17 Teams und sind dort ein fixer und akzeptierter Teil der Mannschaft.

Zurück zur aktuellen Saison der U15, wie steht es momentan aus und wie war der Herbst für euch?

Wir sind im Herbst in unserer Region zweiter geworden und damit in die neu geschaffene Oberliga aufgestiegen. Dort schlägt sich die junge Mannschaft – wie gesagt, es spielen auch etliche U13-Spieler in diesem Team – recht gut. Ziel ist ein Platz im Mittelfeld.

Welche Wünsche und Ziele hast du für dieses Jahr angestrebt?

Derzeit sind wir bei der Planung der Mannschaftsmeldungen für 2016/17.
Mein erster Wunsch ist, dass das Trainerteam so wie es ist zusammen bleibt, am besten noch um den einen oder anderen Mitstreiter ergänzt.
Außerdem wollen wir zusätzlich zu unserem Hallenstadtcup weitere Veranstaltungen etablieren.
Vielleicht ergeben sich ja auch Möglichkeiten, die Zusammenarbeit im Schärdinger Fußball zumindest im Nachwuchs zu intensivieren.
Außerdem freue ich mich darauf, wenn wir alle ins neue Klubheim einziehen können. Uns steht dann endlich wieder eine professionelle Infrastruktur zur Verfügung.
Na ja, und vielleicht findet sich bis Ende des Jahres ein Nachfolger für meine Funktion.

Zum Schluss wünsche ich mir, dass alle gesund bleiben und eine verletzungsfreie Saison haben.

Ich danke für das Interview und viel Erfolg im weiteren Leben.

Steckbrief

Wohnort: Bubing
Alter: 52
Familienstand: verheiratet, 3 Kinder
Beruf: Geschäftsführer AB Consult
Hobbys: Schifahren, Radfahren, Lesen und Musik hören.
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