09.05.2016, 12:56 Uhr

Bezirk Scheibbs: Mehr als die Hälfte pendelt

Gabriele Langsenlehner aus Gresten pendelt aufgrund zu langer Fahrtzeiten mit den Öffis lieber täglich mit ihrem Auto nach St. Pölten.

AKNÖ zeigt in aktueller Studie, dass seit 2014 erstmals mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer pendelt.

BEZIRK SCHEIBBS. Die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) untersucht bereits seit 25 Jahren im Fünfjahresrhythmus die Entwicklung der Pendlerzahlen.
Aktuell pendelt mehr als die Hälfte der berufstätigen Niederösterreicher in einen anderen Bezirk oder in ein anderes Bundesland in die Arbeit – doppelt so viele wie bei der ersten Untersuchung. Nur ein Viertel findet einen Arbeitsplatz in der Wohngemeinde.

Die Lage im Bezirk Scheibbs

Laut AKNÖ gibt es im Bezirk Scheibbs bei einer Arbeitsbevölkerung von 13.291 und 14.421 wohnhaft Beschäftigten 5.613 Auspendler und 4.483 Einpendler. Die Zahlen der Arbeitsbevölkerung (9,2 Prozent) und der wohnhaft Beschäftigten (3,5 Prozent) nehmen stärker bzw. schwächer als die Zahlen der Auspendler (8,4 Prozent) und Einpendler (31,5 Prozent) zu.

Auf das Auto angewiesen

"Ich muss täglich von Gresten nach St. Pölten pendeln. Ich bin wegen vieler Termine auf mein Auto angewiesen, aber auch aufgrund des mangelnden Angebots an öffentlichen Verkehrsmitteln. Wenn ich um 7.30 Uhr zu arbeiten beginne, müsste ich um 5 Uhr in Gresten mit dem Bus nach Saffen fahren, um dort in die ÖBB umzusteigen. Ich wäre dann also insgesamt zweieinhalb Stunden unterwegs, während ich mit dem Auto ca. 55 Minuten brauche", so Gabriele Langsenlehner aus Gresten.
"Aufgrund der schlechten öffentlichen Verkehrsanbindung bin ich täglich mit dem Auto nach St. Pölten unterwegs, um dort im Berufsinfozentrum des AMS meiner Arbeit nachzugehen", erzählt Jürgen Oismüller aus Oberndorf.

Auf den Zug umgestiegen

"Da ich meinen Hauptwohnsitz vor einem Jahr wieder nach Scheibbs verlegt habe, bekomme ich in Wien kein Parkpickerl mehr und pendle seither mit dem Zug statt mit dem Auto nach Wien. Nun kann ich während der Fahrt am Laptop arbeiten", so IT-Consultant Günther Wutzl aus Scheibbs.

Zur Sache

Für die Pendler stehen im Land Niederösterreich derzeit mehr als 36.000 Pkw- und 23.000 Zweirad-Stellplätze auf Park+Ride-Anlagen an Bahn- und Busbahnhöfen zur Verfügung.
Zahl der Arbeiter 2014 in Niederösterreich: 482.066 (+5,2 Prozent zu 2009); Auspendler (aus Sicht der Wohnortes): 288.129 (+8 Prozent), Einpendler (aus Sicht des Arbeitsplatzes): 205.318 (+13,3 Prozent).

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Hermann Biber aus Scheibbs | 10.05.2016 | 14:48   Melden
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