23.03.2016, 11:11 Uhr

Bezirk Schwaz: Was noch zu tun wäre

BEZIRK (fh). Es ist nicht gelogen wenn man sagt, dass es im Bezirk den einen oder anderen Fleck gibt der bereits seit Jahren auf eine Weiterverwertung wartet. Sei es das Zöhrer-Areal in Schwaz, die ehemalige Zillertal Tenne in Fügen, das Hotel Alpenhof in Pertisau oder das Kolbitsch Areal in Schlitters. Letzters dürfte in nicht mehr allzu ferner Zukunft einer Nutzung zugeführt werden denn das Areal steht im Besitz von Unternehmer Heinz Schultz, der hier bereits konkrete Pläne hat. Von einem Hotel, Indoor-Sportanalgen sowie Gewerbewidmungen ist hier die Rede und auch ein weiterer Nahversorger könnte am Kolbitsch-Areal einziehen. Schultz spricht im Zusammenhang mit den Investitionen am Kolbitsch-Areal von ca. 250 Ganzahresarbeitsplätzen.

Stillstand

Während die Planung für das Kolbitsch-Areal stetig fortschreitet gibt es andernorts Sorgenkinder. Seit Jahren liegt z.B. das Zillertal-Tenne-Areal am Ortseingang von Fügen brach und wartet auf eine Weiterverwertung. Die Tenne ist im Besitz der Familie Heim (Haidachhof) und nachdem der früher so erfolgreiche Discotempel zugesperrt wurde blieb jeglicher Wiederbelebungsversuch erfolglos. "Wir könnten hier jederzeit etwas machen aber das hängt maßgeblich davon ab was in Sachen Straßenplanung bzw. Verkehrslösung in Fügen passiert", lässt Haidachhof-Chefin Gabi Heim wissen.
In Schwaz ist die Verwertung des Zöhrer-Areals (im Besitz der Fa. Rieder/Zillertal) weiterhin fraglich da es einen Rechtsstreit zwischen der Stadt Schwaz und Rieder über eine altes Rückkaufsrecht gibt. Seit beinahe 20 Jahren kann man sich über die Weiterverwertung des Areals nicht einige wobei immer wieder die Baudichte der Knackpunkt war. Die Firmen IVO (Hörhager) und Koppensteiner haben eine Gesellschaft zur Weiterverwertung des Areals gegründet doch bisher konnte man nicht weiterkommen.

Ruine Pertisau

Das ehemalige Hotel Alpenhof in Pertisau war in den 70er Jahren das Hotel am Platz. Diese Zeiten sind vorbei aber das 1929 erbaute Hotel steht unter Denkmalschutz und ein Abriss kommt für die Hüter historischer Bausubstanz keinesfalls in Frage. Die Besitzverhältnisse beim Hotel Alpenhof sind kompliziert, denn offenbar gibt es vier Personen unter denen das Hotel aufgeteilt ist. Das machte eine Weiterverwertung bzw. einen Verkauf an Investoren auch nicht leichter doch bis dato hat sich nichts getan. Erst kürzlich kursierte am Achensee das Gerücht Investoren aus China hätten das Hotel Alpenhof gekauft doch bis dato gibt es dafür keinerlei stichhaltigen Beweis.

Zur Sache: Hotel Alpenhof
1929 wurde das um die Jahrhundertwende errichtete Hotel nach den Plänen des bekannten Tiroler Architekten Siegfried Mazagg umgebaut. In den sechziger Jahren wurde der Hotelbetrieb eingestellt und seitdem verfällt das Haus. Zahlreiche Tafeln warnen vor Einsturzgefahr und verbieten den Zutritt. Landeskonservator Werner Jud erklärt, in der Schweiz oder in Südtirol seien solche Objekte oft voll in Betrieb und begehrt. Es gebe zahlungskräftige Publikum, das dieses historische Ambiente schätze.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.