31.05.2016, 21:30 Uhr

Knalleffekt: Schultz will die Spieljochbahn

Die Schultz-Gruppe will 70 Millionen Euro investieren und das Spieljoch mit einem spektakulären Liftprojekt mit Hochzillertal/Kaltenbach verbinden.

FÜGEN/UDERNS/KALTENBACH (fh). In den vergangenen Wochen durchlebte die Spieljochbahn in Fügen turbulente Zeiten. Nach dem Abgang von Geschäftsführer Walter Höllwarth und den nicht endenden Diskussionen über die finanziellen Schwierigkeiten der Bahn gibt es nun einen Knalleffekt. Österreichs größter Seilbahnunternehmer, Heinz Schultz, hat sich öffentlich zu den Übernahmegerüchten der Spieljochbahn durch die Schultz Gruppe geäußert. "Ich sage ganz offen, dass unserer Familie Interesse an der Übernahme der Bahn hat. Wir wären bereit hier kräftig zu investieren wenn eine Mehrheit in Fügen das will. Es ist mir klar, dass das eine sensible Sache ist und es keine weiteren Zuschüsse der Gemeinde geben wird. Eine Tatsache die mich aber keineswegs beirrt", erklärt Heinz Schultz im Gespräch mit der BEZIRKSBLÄTTER-Redaktion. Für die Familie Schultz gibt es in diesem Zusammenhang auch eine persönliche Komponente denn Heinrich Schultz sen. (2004 verstorben) war der erste Geschäftsführer der Spieljochbahn und als Bankdirektor in Fügen hat er den Bau der Bahn maßgeblich vorangetrieben.

Zusammenschluss mit Kaltenbach

Schultz macht keinerlei Geheimnis aus seinen Plänen das Skigebiet Spieljoch mit Kaltenbach zusammenzuschließen. "Die Übernahme der Bahn sowie ein Zusammenschluss mit Kaltenbach wäre eine echte Chance für die Region. Entgegen herrschender Gerüchte würde der Sommerbetrieb auf jeden Fall aufrecht erhalten bleiben. Die Talstation bliebe am jetzigen Standort und die Gondelbahn sowie der 3er Sessellift würden ausgetauscht um die nötige Leistungsfähigkeit zu erreichen", so Schultz. Selbiger betont, dass diese Maßnahmen innerhalb des nächsten Jahres, ohne Zuschüsse, umgesetzt werden könnten.

Spektakuläres Projekt

Wer sich fragt wie die Verbindung zwischen Spieljoch und Kaltenbach hergestellt werden soll dem kann das Beispiel der sogenannten "Peak 2 Peak Gondola" im kanadischen Whistler Mountain oder jene in Jochberg/Kitzbühel als Beispiel dienen. Beides sind 3-S-Umlaufbahnen welche zwei Berggipfel miteinander verbinden. Im Falle von Spieljoch und Kaltenbach wäre der Ausgangspunkt die Onkeljoch-Bergstation. Das Investitionsvolumen für das Projekt Spieljoch/Kaltenbach würde, laut Heinz Schultz, rund 70 Millionen Euro betragen. Am 13.6. findet eine Sitzung der Spieljochbahn-Teilhaber statt, bei der die Weichen für eine Übernahme gestellt werden könnten.
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