13.09.2016, 20:59 Uhr

Lehre braucht ständig neue Ideen

Aktuell bilden 533 Betriebe im Bezirk Schwaz Lehrlinge aus. In der Stadt Schwaz sind es 88 Betriebe. Ziel sollte eine Lehrplatzgarantie sein

SCHWAZ (dw). Um das zu erreichen, gibt es gute Angebote wie der Lehrstellenbörse oder das Tiroler Lehrlingsportal, um bestmöglich informiert zu sein und sich auszutauschen“, erläutert Landtagsvize Hermann Weratschnig die Situation im Bezirk Schwaz und das Angebot von WKO, AMS und Land Tirol.
Gleichzeitig wünschen sich Weratschnig und Bezirkssprecherin Viktoria Gruber weitere Lehrwerkstätten in Kooperation mit Betrieben, um mehr Lehrstellensuchende einen geeigneten Einstieg in die Arbeitswelt zu ermöglichen. „Jugendliche könnten noch rascher und effizienter integriert werden ohne monatelang Frust zu erleiden durch gescheiterte Bewerbungen. Die Lehrplätze könnten als Überbrückung dienen oder als Probezeit, ob die Berufswahl die richtige Wahl war. Für die Kooperation braucht es Anreize für die Betriebe, die sich dafür bereit erklären“, meinen Weratschnig und Gruber. „Für die Lehre wird sehr viel getan, aber es braucht ständig neue Ideen und Projekte“, ist sich Weratschnig sicher.
„Dass viele Branchen der Tiroler Wirtschaft, speziell Hotellerie und Gastronomie unter einem eklatanten Mangel an Fachkräften leiden, ist bekannt. Es ist höchst an der Zeit zu reagieren. Spannend wäre doch", so Angelika Hörmann, Grüne Wirtschaft Tirol und Mandatarin in der Sparte Tourismus/Freizeitwirtschaftt, dass die WK-Bezirksstelle Schwaz sich das Anschub-Projekt der Bezirksstelle Kufstein zum Vorbild nimmt. Unter 25-jährige Migranten könnten auch ohne Aufenthaltstitel rascher eine Lehre beginnen, andere können bei Anerkennung des Asyl-Status sofort zu arbeiten beginnen. Hörmann: „Die Bezirksstelle organisiert die vorgelagerten und notwendigen Deutschkurse gemeinsam mit dem AMS und koordiniert den ersten Kontakt zu den Betrieben.“ „Ausbildung, Qualifikation und gute Sprachkenntnisse sind der Schlüssel zum Erfolg“, sind sich Hörmann und Weratschnig einig. „Die Stadt Schwaz hat eine Resolution einstimmig beschlossen, die sich an Land und Bund richtet und mehr Initiativen einmahnt. AMS und der Österreichische Integrationsfonds machen bereits eine gute Arbeit,“ meint die Schwazer Integrationsreferentin Viktoria Gruber.  
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