27.07.2016, 09:33 Uhr

Schiefe Optik bei Postenvergabe in Uderns

UDERNS (fh). Die Gemeinde Uderns ist in Aufregung denn bei der Vergabe eines Postens im Kindergarten blieben zahlreiche Frage unbeantwortet. Zum Sachverhalt: Kürzlich wurde die Stelle einer Kindergartenassistentin im Ausmaß von 30 Wochenstunden vergeben. Voraussetzung für den Posten war, laut Ausschreibung, ein erfolgreich abgeschlossene Ausbildung für Assistenzkräfte in Kinderbetreuungseinrichtungen wie vom Land Tirol vorgeschrieben. Insgesamt bewarben sich sieben Damen um den Posten von denen drei die nötige Ausbildung besaßen. Vier Damen (allesamt aus Uderns) wurden zum Vorstellungsgespräch eingeladen und danach wurde es spannend. Der Gemeindevorstand beschloss einstimmig dem Gemeinderat eine der vier Kandidatinnen für den Posten vorzuschlagen.

Abstimmungsbredouille

Als es im Gemeinderat zur Abstimmung kam geriet ein Mandatar aufgrund eines Naheverhältnisses zu einer der Bewerberinnen in die Bredouille. Es kam zur anonymen und schriftlichen Abstimmung in zwei Durchgängen. Schlussendlich machte jene Kandidatin das Rennen, die die vorgeschriebene Ausbildung nicht vorweisen kann und zwar unter der Voraussetzung, dass die Bewerberin die Ausbildung nachholt. Auf Anfrage der BEZIRKSBLÄTTER-Redaktion bei Bürgermeister Josef Bucher erklärt dieser: "Der Mandatar hatte sich nicht zu enthalten da dies bei anonymen schriftlichen Abstimmungsverfahren über mehrere Anwärterinnen nicht vorgesehen bzw. erforderlich ist und keine Befangenheit gegeben ist. Natürlich hätte er sich der Stimme enthalten wenn z.B. über Einzelpersonen per Handzeichen abzustimmen gewesen wäre", so der Bürgermeister.

Die Wogen glätten

Bürgermeister Bucher hat diese Woche eine Klarstellung per Postwurf an alle Haushalte im Gemeindegebiet versandt um über die Postenvergabe aufzuklären und etwaige Missverständnisse auszuschließen. In der Aussendung heißt es: "Dem Gemeinderat, bestehend aus 13 unabhängig agierenden, gewählten VolksvertreterInnen, ist bei der Personalauswahl sicher ein gewisses Maß an Flexibilität, auch abseits allfälliger Ausschreibungs- kriterien, zuzugestehen. Dabei ging es vor allem darum, das Team im Gemeindekindergarten optimal zu ergänzen."
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