13.04.2016, 10:31 Uhr

Sonderzug in eine bessere Zeit

JENBACH/ZILLERTAL (fh). Das Unternehmen Zillertalbahn war in den vergangenen Wochen immer wieder mit Negativmeldungen in der Presse konfrontiert. Die Wortmeldungen bzw. Ratschläge von außen kamen bei ZVB-Vorstand Bernhard Stöhr und seiner Belegschaft naturgemäß nicht gut an, denn bei genauerer Betrachtung kommt man zu dem Schluss, dass hier einiges ziemlich aufgebauscht wurde. "Was wir keinesfalls wollen ist eine dauerhaft schlechte Stimmung innerhalb der Belegschaft denn das hilft in Wahrheit niemandem weiter. Ich bestreite nicht, dass wir schwierige Zeiten bei den ZVB durchleben aber ich bin nun seit einem Jahr im Amt und man muss dem Unternehmen und mir auch einmal Zeit geben um zu arbeiten", so der Vorstand. Die Zillertalbahn, mit ihren ca. 160 Mitarbeitern, war 20 Jahre lang unter der Leitung von Wolfgang Holub und befindet sich nun in einem wirtschaftlichen Umstrukturierungsprozess der mit Sicherheit für die Belegschaft nicht einfach ist.

Aus den Miesen

"Wir haben über die letzten 15 Jahre im Durchschnitt jedes Jahr 0,5 Mio Euro Defizit gemacht und es ist klar, dass es so nicht weitergehen kann. Wir haben mit Abschluss des Geschäftsjahres 2015 eine schwarze Null (knapp 44.000,- Euro Plus/ungeprüftes Ergebnis) stehen und das ist ein sehr, sehr gutes Zeichen. Die Zillertalbahn hat großes Potenzial und das wollen wir abrufen um dieses Unternehmen wieder nach vorne zu bringen", so Vorstand Stöhr weiter. Sein Betriebsrat steht voll hinter der wirtschaftlichen Restrukturierung des Betriebes und trägt die Entscheidungen mit. „Wir haben laufend Gespräche, in denen natürlich nicht immer alle einer Meinung sind. Diese Dinge gehören aber nicht öffentlich diskutiert sondern intern geklärt und so haben wir auch im vergangenen Jahr immer Lösungen gefunden“, erklären Betriebsratsobmann Kurt Schiestl und Betriebsrat Herbert Danler.

Mit Volldampf

Die Belegschaft der Zillertalbahn ist jedenfalls hochmotiviert das Unternehmen wieder auf Vordermann zu bringen und man ist auf dem besten Weg dazu. Das Großprojekt Elektrifizierung ist in den Startlöchern und die Landesregierung steht voll hinter diesem Projekt. Die Zusage vom Bund ist hier noch ausständig und es wird einiges an Überzeugungsarbeit brauchen. In Sachen Finanz sowie dem Buswesen greift man bei den ZVB nun auf externe Experten zu, welche helfen sollen das Unternehmen wieder auf ein solides Fundament zu stellen.
Der Tenor innerhalb der Zillertalbahn lautet jedenfalls, dass die Situation bei weitem nicht so schlecht ist, wie es für Aussenstehende vielleicht erscheinen mag. Man hat es innerhalb eines Jahres geschafft fast 1 Mio Euro aufzuholen und das macht jedenfalls Mut für die Zukunft.
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