09.03.2016, 10:20 Uhr

Stichwahlen: Es wird nochmal spannend

ZILLERTAL (fh). Bereits vor den GR-Wahlen am 28.2. wusste man, dass es im Zillertal einige Veränderungen geben würde. Dass es mit Bruck, Fügen, Stumm, Hainzenberg und Mayrhofen gleich fünf Gemeinden geben würde, in denen eine Stichwahl stattfindet, hatte aber niemand auf dem Schirm. In Mayrhofen ist der designierte Nachfolgekandidat von Langzeit-Bürgermeister Fankhauser, Hansjörg Moigg, bereits aus dem Rennen, und es heißt Monika Wechselberger gegen Franz Eberharter. Wechselberger hat somit als einzige Frau im Bezirk Chancen auf das Bürgermeisteramt. In der Gemeinde Bruck wird's ebenso spannend zwischen Johann Brandacher und Alois Wurm, und in Stumm liegen die Nerven vor der Wahl ebenfalls blank, denn die ÖVP-Listen machen sich untereinander das Leben schwer.

Gerüchteküche

Was die Gemeinde Fügen betrifft, so gibt's vor der Stichwahl noch einmal Aufregung. Der amtierende Bürgermeister Walter Höllwarth muss sich in der Stichwahl dem jungen Dominik Mainusch stellen. Selbiger legte einen tadellosen Wahlkampf hin und konnte mit seiner Liste "Zukunft Fügen" auf Anhieb stimmenstärkste Partei werden. Auch die Bürgermeisterwahl war denkbar knapp: Walter Höllwarth (35,18 %) und Dominik Mainusch (35,04 %) hielten sich die Waage. Im Vorfeld der Stichwahl am kommenden Sonntag brodelt die Gerüchteküche und es wird mit harten Bandagen gekämpft. Das Gerücht, Außenminister Sebastian Kurz habe vor seinem Besuch in Fügen nichts von der Bürgermeisterkandidatur Mainuschs gewusst, hält sich hartnäckig. JVP-Obmann Dominik Schrott und BGM-Kandidat Mainusch widersprechen vehement: "Dominik Mainusch hat sein Programm für Fügen bereits am 15. Jänner im Zuge der Jugendkampagne 'Landeskraft16' in Innsbruck präsentiert. Dort war auch Außenminister Kurz als JVP-Bundesobmann anwesend", so Schrott. Mainusch selbst erklärt gegenüber der Redaktion, dass der Außenminister selbstverständlich von seiner Kandidatur gewusst habe. Was die Finanzierung von Mainuschs Kampagne angeht, so wurde gegenüber der BB-Redaktion vom ÖVP-Büro in Schwaz bestätigt, dass der Jungpolitiker keinerlei finanzielle Unterstützung erhalten hat. "Unsere Kampagne finanziert sich durch JVP-Veranstaltungen der letzten Jahre, einen Zuschuss für Grafikleistungen der JVP sowie einen Zuschuss des Wirtschaftsbundes für Werbegeschenke. Den Großteil haben ich selbst und meine Listenmitglieder für die Kampagne beigesteuert", so Mainusch.
Bürgermeister Walter Höllwarth setzt im Wahlkampf für die Stichwahlen vor allem auf seine Erfahrung als Dorfchef und spielt diese Trumpfkarte aus. Für ihn wäre es die dritte Amtsperiode in Fügen. Weder Höllwarth noch Mainusch waren im Wahlkampf um die Gemeinde Fügen untergriffig. Am Sonntag, 13. März, wird nochmals gewählt.
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