10.08.2016, 09:13 Uhr

Zillertalbahn: Mit Volldampf in die Zukunft

MAYRHOFEN (fh). In den vergangene Monaten geriet das Unternehmen Zillertalban zusehends in die negativen Schlagzeilen. Zu hoher Schuldenstand, Kämpfe vor dem Arbeitsgericht (Lackner) und zermürbende Diskussionen über die Zukunft des Unternehmens. Mit einem Schuldenstand von ca. einer Million Euro im Jahr 2014 übernahm der neue Vorstand Wolfgang Stöhr das Unternehmen und fuhr einen harten Sparkurs. Dieser scheint sich ausgezahlt zu haben denn im Jahr 2015 konnte man ein kleines Plus von 40.000,- Euro erwirtschaften. Unter großer Mithilfe der Belegschaft des Unternehmens konnte im Jahr 2015 ein schwarze Null präsentiert werden. Nun richtet man bei den ZVB den Blick nach vorne und will die negativen Ereignisse der letzen Zeit hinter sich lassen.

Neuer Aufsichtsrat

Vergangene Woche wurde im GH Neuhaus in Mayrhofen der neue Aufsichtsrat der Zillertaler Verkehrsbetrieb präsentiert. Mit Franz Hörl wurde einer der schärfsten Kritiker der Zillertalbahn-Führung zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Seine Stellvertreter werden der Fügener Bürgermeister Dominik Mainusch sowie die Bürgermeisterin von Mayrhofen, Monika Wechselberger. Zu seiner neuen Aufgabe findet Hörl deutliche Worte: "Obwohl mir eigentlich nicht langweilig ist, habe ich diese Aufgabe gerne angenommen denn man kann nicht immer nur schimpfen und dann selber nichts machen", so Hörl. Zusammen mit dem Vorstand will man das Unternehmen Zillertalbahn zu einem schlagkräftigen und beliebten Verkehrsmittel machen und hat dabei die Augen nach Südtirol zur Pustertalbahn gerichtet. "Wir haben uns das vor Ort angesehen und die Südtiroler sind uns da einige Zeit voraus auch was die Anbindung an die Seilbahnen betrifft aber wir könne diese Know-How für uns nutzen", so Vorstand Wolfgang Stöhr.
Als langfristiges Ziel nennt man von Seiten der Zillertalbahn das Thema Elektrifizierung (Gesamtkosten ca. 160 Mio). "Es hat hier bereits Vorgespräche mit dem Land Tirol gegeben und wir wollen diese Thema voll forcieren um die Bahn für die Zukunft zur rüsten. Natürlich kann der neue Aufsichtsrat auch keine Wunder bewirken aber wir wollen jetzt eine neu Ära starten und Positives bewirken",erklärt Bgm. Dominik Mainusch der dem scheidenden AR-Vorsitzenden, Gerhard Hundsbichler, für seine langjährige Tätigkeit dankte.
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harald ofner aus Schwaz | 11.08.2016 | 07:05   Melden
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