10.06.2016, 23:30 Uhr

Das unfaire Geschehen an unseren Bauern

eine erbärmliche Art

Die Bauern erpressen, sich selber bereichern und dann noch den Verzweifelten spielen

Heute, 10. Juni 2016 war ich im Supermarkt einkaufen.
1 Liter Tirolmilch € 1,25
Seit vielen Wochen werden die Bauern hier in Tirol mit den Milchpreisen an der Nase herumgeführt und an die Wand gepresst.
Was habe ich da nicht schon alles für stumpfsinnige Argumente als Begründung gelesen und gehört?
Milchsee,
Preissturz,
Verlust des Milchkontingentes,
Agrarfabriken, Milchschwemme, internationaler Preisdruck....noch und noch wurde da uns über die Medien erklärt, warum unsere Bauern ihre Milch immer billiger geben müssen.
So, und jetzt kommt der Hammer:
Warum kostet ein Liter Milch nach wie vor € 1,25 im Geschäft und der Bauer bekommt seit Wochen und Monaten immer weniger? Wo ist da jetzt endlich dann der "Preisverfall" im Regal? Wer streift die ganze Zeit lang ungestraft die immer größer werdende Differenz ein? Sind das die Molkereien, die lachend den Bauern und Erzeuger betrügen? Sind des die Supermärkte und Händler, die sich auf Kosten unserer Landwirte bereichern und mästen? Wer betrügt unsere Bauern und haut sich brüllend und gröhlend vor Lachen auf die prallen Schenkel?
Zum Klartext:
Der Bauer bekommt derzeit zwischen € 0,17 bis € 0,28 pro Kg ausgezeichnete Rohmilch. Und was mich besonders ärgert, das sind die frechen Argumente über die Milch. Niemand von diesen Nichtsnutzen sagt, dass der Bauer viel höherwertigere Produkte hergibt als Milch, denn er gibt Käse, Butter, Schlagrahm, Sauerrahm, Joghurt, Milch in magerer und fettreicherer Ausführung, Topfen; ja sogar der Abfall, die Molke, auch die wird zu Latella verwertet und der Bauer wird mit den lächerlichen Cent abgespeist und soll noch zufrieden sein?
Und was haben nun die gewählten Bauernvertreter seit Monaten dagegen unternommen? Jeden Tag? Wie haben sie sich für unsere Bauern eingesetzt? Haben sie den Ernst der Lage denn noch immer nicht erkannt? Wie viele unserer wichtigen Landwirte mussten es letztes Jahr lassen? 100? nein, viel mehr. Und vor 2 Jahren? auch 100? Nein, sehr viel mehr. Und heuer? Und morgen? Was für ein Konzept hat Bauernbund Direktor Dr. Raggl? Ist er nicht ein toller Akademiker? Was für Lösungen hat er mit seinen MitarbeiterInnen in der langen Zeit nun endlich auf den Tisch gelegt? Nichts?
Was hat Landwirtschaftkammer Präsident Hechenberger mit seinem Mitarbeiterstab für Lösungen und Erfolge zu verbuchen? Nichts?
Bekommen die denn nicht fürstliche Gehälter von und allen?
Was war ihre Leistung, dass es KEIN Bauernsterben gibt?
Dass ich über den Landeshauptmann Stellvertreter Geisler nicht nachdenke, ist verständlich, denn der gibt mir ja auf meine E-Mails so und so keine Antwort; also: Was solls?
Ich fordere alle hoch und höchstbezahlten Präsidenten, Direktoren, Doktoren und sonstige Menschen auf, die nun seit Jahren diese Problematik kennen, dafür bezahlt werden, dass sie wirkungsvolle Ideen und Konzepte zur Lösung erstellen und nicht nur uns BürgerInnen das Tragische und Traurige vor Augen führen und bis heute noch immer nichts Wirkungsvolles dagegen zustande gebracht haben.
Sie haben die Verantwortung, sie haben die vielen Mitarbeiter (wenn schon die Chefs selber nichts zustandebringen), sie werden von uns bezahlt.
Ich überlege mir einen ernstzunehmenden, gewaltigen Protest.
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Monika Pröll aus Rohrbach | 11.06.2016 | 12:02   Melden
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Rudolf Weiss aus Schwaz | 11.06.2016 | 13:26   Melden
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Hannes Koch aus Schwaz | 16.06.2016 | 10:13   Melden
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Peter Fiterko aus St. Pölten | 03.08.2016 | 02:54   Melden
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