30.03.2016, 11:05 Uhr

Gerlos: Noch Luft nach oben

GERLOS (fh). Bei der vergangenen Gemeinderatswahl gab es in der Gemeinde Gerlos keine großartigen politischen Veränderungen. Die Liste von Bürgermeister Andreas Haas konnte sogar ein Mandat dazugewinnen und auch der Vizebürgermeister, Martin Kammerlander, blieb im Amt. Das beherrschende Thema in Gerlos ist mit Sicherheit der Bau der neuen Dorfbahn - ein 25 Millionen Euro Projekt das Anfang/Mitte Dezember 2016 fertiggestellt werden soll. "Das Projekt ist natürlich für uns ein großer Schritt und ich sehe auch in der Gemeinde Gerlos was die Bettenanzahl betrifft noch Luft nach oben. Wenn wir diese Bahn bauen und sagen würden wir hätten keine Möglichkeiten mehr zur Weiterentwicklung so wäre dies ein Schildbürgerstreich", so Bgm. Haas im Gespräch mit den BEZIRKSBLÄTTERN Schwaz.

Harte Nuss Wohnbau

Die Gemeinde Gerlos hat mit Abwanderung zu kämpfen, denn speziell die jüngere Generation sieht in der hoch gelegenen Gemeinde keine Zukunft. Dabei spielt auch das Thema Wohnbau eine Rolle doch es gibt nun Licht am Ende des Tunnels. "Nach langer und intensiver Planungsphase werden wir das Projekt "Parken und Wohnen" in der Nähe der Brennhütte verwirklichen. Hier entstehen ca. 80 Wohnungen in allen Varianten und das ist für die Gemeinde ein wichtiges Projekt", so Haas. Gerlos ist sozusagen eingekesselt vom größten Grundbesitzer der Republik Österreich, den Bundesforsten, und muss sich bei Bauvorhaben fast immer mit der Institution auseinandersetzen.

Spitzen Infrastruktur

Die Gemeinde Gerlos verfügt über ein Hackschnitzelwerk das ca. 90 Prozent des Energiebedarfes der Gemeinde über Fernwärme deckt. Außerdem ist man eine der wenigen Gemeinden im Land die in beinahe allen Haushalten einen Glasfaseranschluss hat der eine enorm leistungsstarke Internetverbindung garantiert.
Im Jahr 2015 hatte Gerlos nicht weniger als 611.122 Nächtigungen zu verzeichnen und das ist nicht zuletzt au die gute Infrastruktur in den Skigebieten zurückzuführen. "Wir hatten heuer im Dezember, trotz schlechter Schneelage, innerhalb von 6 bis 7 Tagen das gesamte Skigebiet beschneit und das ist schon eine tolle Leistung", erklärt Bürgermeister Andreas Haas. Bis auf die Weiler Gmünd und Ried ist alles mit Abfahrten erschlossen was natürlich auch zu einem verminderten Verkehrsaufkommen beiträgt. "Die Staus in Gerlos zu den Stoßzeiten sind zwar noch vorhanden aber es ist bei Weitem nicht mehr so dramatisch wie früher", so Haas abschließend.
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