Hofbauer: "Uns fehlte das Konzept"

Nur in der ersten Hälfte konnte Daniel Marasek (r.) seinem Gegenspieler regelmäßig entkommen. (Foto: Schmied)

Schwaz verliert in der UPC Tirol Liga gegen Völs, Kolsass/Weer holt ein spektakuläres Remis.

SCHWAZ (mb). Sein Kopfschütteln sagte vieles aus. "Ich verstehe das nicht: In der ersten Hälfte spielen wir tollen Fußball und dann geht nichts mehr", konnte es Schwaz-Trainer Martin Hofbauer nicht fassen. Enttäuscht und verärgert war er nach der 1:2-Niederlage gegen Völs. Dabei hatte es so gut angefangen: Mit einem Schuss ins lange Eck brachte Patrick Kapferer die Silberstädter nach zehn Minuten in Führung. Die Hausherren waren von Beginn an die bestimmende Mannschaft und erarbeiteten sich Möglichkeiten im Minutentakt. Doch im Abschluss wurden beste Chancen kläglich vergeben. "Wir hätten zur Pause mit vier Toren führen müssen", so Hofbauer. Doch es blieb beim wenig beruhigenden 1:0, da die Gäste stets gefährlich blieben. Bei Völs kam in der Halbzeit der ehemalige Wacker-Innsbruck-Kicker Damir Djulic. Und er war es, der zehn Minuten nach Wiederbeginn zum 1:1-Ausgleich traf. "Ich habe extra angesprochen, auf ihn besonders aufzupassen. Aber das haben wir nicht gemacht", haderte Hofbauer. Ab diesem Zeitpunkt waren die Schwazer nicht wiederzuerkennen: Wenig Offensivbemühungen und schwaches Zweikampfverhalten prägten das Spiel. Und Völs wurde stärker, drängte auf die Entscheidung. "In dieser Phase fehlte uns das Konzept, ich kann mir das erklären", sagte Hofbauer. Selbst drei Einwechslungen blieben wirkungslos. So gelang Völs sogar der Siegtreffer durch Michael Opuhac, der einen Abpraller verwertete (83.) und seine Mannen jubeln und Hofbauer kopfschüttelnd Richtung Kabine gehen ließ. "Wir haben wieder einmal eine große Chance vorne mitzuspielen liegen gelassen."

Am torreichsten Spiel der Runde war Kolsass/Weer maßgeblich beteiligt. Beim 4:4-Unentschieden gegen Nachzügler St. Johann sorgte das Team von Trainer Harald Eder für den Auftakt des Torreigens in der 14. Minute, als Tuncay Kilicer einnetzte. Innerhalb von 16 Minuten sahen die Gäste wie die sicheren Sieger aus, trafen sie in diesem Zeitraum doch gleich vierfach. Aber die Hausherren verkürzten noch vor der Pause auf 3:4, ehe Stefan Hussl eine Viertelstunde vor dem Ende den 4:4-Endstand besiegelte.

In der Tabelle verpasste Schwaz den Sprung auf Platz drei und ist nun Sechster mit 34 Punkten. Kolsass/Weer rangiert mit 30 Zählern auf dem elften Platz.
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