14.03.2016, 12:45 Uhr

Au-Restpfosten der Holz-Epoche

Zaineth-Au und Poigen-Au am rechten Donauufer bilden 350 Hektar unberührter Naturlandschaft. Eine der letzten Europas. (Foto: MA 49/Lammerhuber)

Viel ist nicht mehr übrig von Europas Urzeitwäldern. Die Mannswörther Auen sind lebendige Zeitzeugen.

Mit der Römerzeit verschwanden die dichten Wälder südlich der Donau. Zuvor war ganz Europa ein Dschungel. Großflächige Reste sind noch in Bulgarien und Rumänien vorhanden. Kleiner, aber dafür besser geschützt sind die unberührten Donauwälder. Wo zwar ebenfalls gefällt wird. Aber: „Die hauptsächlichen Aufgaben des Forstamtes in den Auwäldern sind die Entnahme nicht heimischer Baumarten wie z. B. Hybridpappeln sowie die Forcierung heimischer Hölzer. Aktuell werden Eschenahornbestände durch einheimische Baumarten ersetzt“, so Forstdirektor Andreas Januskovecz. Feld-Ahorn und Stiel-Eichen sind dort schon länger heimisch. Entlang der Wege sind regelmäßige Pflegearbeiten zur Erhaltung der Verkehrssicherheit notwendig.
Eine Besonderheit in der Au sind die Daubel-Hütten, welche entlang der Donau von Wien bis Budapest zu finden sind und aus einer langen Fischertradition her bestehen. Auffallend ist die Rohrbrücke, die von der Zaineth-Au über die Donau zur Raffinerie Schwechat führt. Der durch die Stadt Wien verwaltete Teil der Zaineth-Au ist ca. 150 ha groß, beginnt im Bereich der Zainethbrücke und verläuft bis zum Einmündungsbereich der Schwechat in die Donau.
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