06.04.2016, 14:51 Uhr

Flughafen baut groß um bis 2023

Der Flughafen bekommt eine neue Sicherheitszone bis 2023. (Foto: Cieslar)

Neue Sicherheitszonen, Modernisierung der Gates, mehr Verkaufsfläche mit einer Kostenobergrenze von 500 Millionen Euro.

Modernisierung des Pier Ost und Terminal 2 sowie eine neue zentrale Sicherheitskontrolle für B-, C- und D-Gates, sowie bis zu 10.000 m² zusätzliche Shopping- und Gastronomieflächen erweitert, was eine Ausweitung des Angebots um rund 50 % bedeutet. Neu errichtet wird ein Gebäude an der Südseite des Terminal 3, wodurch sowohl eine bessere Verbindung zwischen den Terminals 2 und 3, als auch zusätzliche Shopping-, Gastronomie- und Warteflächen geschaffen werden. Realisiert werden die Projekte schrittweise bis 2023, als Kostenobergrenze sind maximal € 500 Mio. festgelegt. Nach der fast zweijährigen Entwicklungsphase startet nun der Planungsprozess, wofür der Aufsichtsrat ein Planungsbudget von insgesamt maximal € 39 Mio. genehmigt hat.

Wie bereits der Pier West mit den C-Gates im Jahr 2014 wird auch der Pier Ost mit den D-Gates umfassend modernisiert und neu gestaltet. Die Trennwände an den alten D-Gates werden abgebaut und helle, großflächige Gate-Bereiche werden geschaffen. Nach dem erfolgreichen Konzept im Pier West wird auch im Pier Ost eine völlig neue und hochwertige Shopping- und Gastronomieumgebung eingerichtet. Außerdem wird eine Andockmöglichkeit für eine zweistöckige Abfertigung von Großraumflugzeugen, wie dem Airbus A380, geschaffen. Für den bereits ab Sommer 2016 angekündigten Regelbetrieb des A380 mit Passagierabfertigung auf einer Ebene sind die Adaptierungsarbeiten bereits im Gange und werden bis Ende Juni 2016 abgeschlossen sein. Ein wichtiger Vorteil für Reisende wird vor allem die Verlegung der derzeitigen Sicherheitskontrollstraßen an den D-Gates zu einer großen zentralen Sicherheitskontrolle im Terminal 2 sein.

Terminal 2: Zentrale Sicherheitskontrolle für B-, C- und D-Gates

Der zwischen den Terminals 1 und 3 liegende Terminal 2 wurde in den 60er Jahren errichtet und zählt damit zu den ältesten Gebäudeteilen am Flughafen Wien. Mit der geplanten Modernisierung wird der Terminal 2 eine wichtige Rolle in der künftigen Infrastruktur einnehmen. Die bisherigen Sicherheitskontrollen an den B-, C- und D-Gates werden in eine neue, zentrale Sicherheitskontrolle verlegt, die im Terminal 2 neu geschaffen wird. Dadurch wird es Passagieren künftig möglich sein, sich nach der Sicherheitskontrolle zwischen den Terminalbereichen 1, 2 und 3 frei zu bewegen und alle Shopping- und Gastronomieangebote, Lounge-Einrichtungen und anderen Passagierservices bequem zu nutzen. Außerdem wird die gesamte Gebäudeinfrastruktur des Terminal 2 vollständig modernisiert, Wände, Fußböden und Beleuchtung werden erneuert und die Dachkonstruktion saniert. Eine Erweiterung der Gepäcksausgabe um drei Ausgabebänder wird weitere Vorteile für Passagiere, die über die C- oder D-Gates ankommen, bringen.

Süderweiterung: Mehr Shopping- und Gastronomiekomfort im Terminal 3

Ein neues Element in der künftigen Terminallandschaft am Flughafen Wien wird die neue Süderweiterung am Terminal 3 sein. Dazu wird ein neues Gebäude an der Südseite des Terminal 3 angrenzend an den Check-in-Bereich errichtet, mit dem für diesen Terminalabschnitt eine zusätzliche großflächige Shopping- und Gastronomieumgebung sowie eine neue, komfortable, Verbindung in den Pier Ost und die weiteren Terminalbereiche geschaffen werden. Passagiere werden zahlreiche neue Einkaufs- und Gastronomieangebote mit spektakulärem Vorfeld-Ausblick sowie neue exklusive Lounge-Bereiche erleben. Mit der geplanten Verlegung der bisherigen zentralen Sicherheitskontrolle im Terminal 3 in das neue Bauwerk wird die dadurch freiwerdende Fläche ebenfalls für neue Shopping- und Gastronomieeinrichtungen genutzt werden. Insgesamt werden durch die Um- und Neubauten zusätzlich bis zu 10.000 m² neue Shopping- und Gastronomiefläche geschaffen werden. Außerdem können Passagiere künftig durch die neue Süderweiterung bequem zwischen allen Gate-Bereichen sowie Shopping- und Gastronomieflächen aller Terminals wechseln.

Projektabwicklung in vier Phasen

Die Abwicklung der Bauprojekte erfolgt in vier Phasen: Als ersten Schritt wurden im Rahmen einer zweijährigen Entwicklungsphase mehrere Varianten entworfen und die wirtschaftlich und funktional Beste ausgewählt, dabei werden die Projekte auch einer „Life Cycle-Betrachtung“ unterworfen. Im zweiten Schritt erfolgt die konkrete Projektplanung über einen Zeitraum von 18 bis 24 Monaten, dafür hat der Aufsichtsrat ein Planungsbudget von maximal € 39 Mio. genehmigt. Nach Vorliegen eines Umsetzungsbeschlusses durch den Aufsichtsrat als dritten Schritt erfolgt in einer vierten Phase nach abgeschlossener Planung ab dem Jahr 2018 die Projektumsetzung in Teilprojekten. Die Gesamtprojektdauer läuft von 2016 bis 2023, wobei einzelne Teilprojekte schon früher in Betrieb genommen werden.

Wesentlich für den Flughafen Wien ist die Sicherstellung einer hohen Kundenorientierung. Die Bedürfnisse der künftigen Nutzer haben klaren Vorrang vor gestalterischen Gesichtspunkten und durch die frühzeitige Einbindung von Hilfsorganisationen, Familien- und Seniorenverbänden werden die Anliegen von Menschen mit besonderen Bedürfnissen umfassend berücksichtigt werden. Die künftigen Betriebskosten werden durch hohe ökologische und energietechnische Standards minimiert werden.
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