26.03.2016, 09:00 Uhr

Kriminalstatistik: Mehr Anzeigen, mehr gelöste Fälle

Landespolizeidirektor Hofrat Dr. Franz Prucher (Mitte) präsentierte gemeinsam mit seinen beiden Stellvertretern Generalmajor Franz Popp, B.A. (rechts) und Hofrat Dr. Rudolf Slamanig (links) die polizeiliche Kriminalstatistik. (Foto: LPD NÖ)
BEZIRK SCHWECHAT. Während landesweit die Zahl der angezeigten Fälle nahezu gleich blieb (75.773 Anzeigen bedeuten ein Plus von 0,6%), stiegen die Anzeigen im Bezirk Schwechat doch deutlich: 3708 Fälle wurden 2015 angezeigt, das sind um rund 18 % mehr als im Vorjahr. Die Polizei führt dies vor allem auf die im Zuge der Flüchtlingskrise stark angestiegene Zahl von Schlepperei vergehen ( plus 301 Fälle) sowie auf das Delikt der Urkundenfälschung (+ 282 Fälle zurück).

Rückgang bei Fahrraddiebstählen

Nahezu eine Halbierung (- 48,8%) gab es bei den Fahrraddiebstählen. Grund: Ende 2014 konnten mehrere Tätergruppen festgenommen werden. Ein im gesamten Ostbereich wahrgenommenes Phänomen betraf im Vorjahr leider auch den Bezirk Schwechat: Einbruch-Diebstähle in Keller nahmen von 15 angezeigten Fällen 2014 auf 90 Fälle im Vorjahr zu. Hier machen vor allem Tätergruppen aus der Slowakei und Ungarn der Polizei zu schaffen. Zusammen mit den Anzeigen stieg aber auch die Aufklärungsquote, die im Vorjahr bei 39,8% (2014: 32,8 %) lag. Insgesamt konnten im Bezirk Schwechat im Jahr 2015 1.477 Fälle zu den AKten gelegt werden.

Projekte und Maßnahmen 2016

2016 stehen schwerpunktmäßige Kontrollen der Polizei an neuralgischen Punkten im hochrangigen Straßennetz zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität in Wohnungen, Wohnhäuser und Firmen im Mittelpunkt. Weiters werden Maßnahmen zur nachhaltigen Bekämpfung der Schlepperkriminalität umgesetzt.

In Kooperation mit Interessensvertretungen sind Präventionsveranstaltungen für spezifische Gruppen der Gesellschaft (wie zum Beispiel „Sicherheit für Senioren“ oder dem Projekt „Sicherer Betrieb“ gemeinsam mit dem KSÖ Landesklub Niederösterreich“) geplant.

Die Intensivierung des Einsatzes von elektronischen Fahndungsmitteln wie dem Kennzeichen-Erkennungssystem entlang der Hauptverkehrsrouten und die Verstärkung der lokalen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen der LPD Niederösterreich und angrenzenden polizeilichen Kreisbehörden in Tschechien und der Slowakei werden umgesetzt.
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