22.06.2016, 08:56 Uhr

Schnellbahnlinie S7 - jenseits des Flughafens nur Stiefkind der ÖBB.

Leider hat der neue Fahrplan für die Ortschaften, die auf die S7 als Lebensader des öffentlichen Verkehrs angewiesen sind, wenige Verbesserungen gebracht. Zwar gibt es am Morgen eine einzelne zusätzliche Verbindung, dafür verkehrt am Wochenende nur mehr alle zwei Stunden ein Zug. Während, begleitet von einer großen Werbekampagne, nunmehr über dreißig zusätzliche Nah- und Fernverkehrszüge den Flughafen ansteuern, tröpfeln nur die allerwenigsten Züge weiter in das wenige Kilometer entfernt liegende Fischamend. Die Ortschaften südlich von Wien sind durchschnittlich im 15-Minuten-Takt bis fast Mitternacht angebunden, für die zahlreichen Pendler, die östlich des Flughafens wohnen, muss hingegen ein Zug pro Stunde reichen und das von Wien aus gerade einmal bis kurz nach 22 Uhr.
Auch der neue Tarifplan bringt keine Verbesserungen: So kostet die Wochenkarte in die Kernzone Wien in Zukunft 60 Cent mehr, die Monatskarte 30 Cent und die Jahreskarte wird um drei Euro teurer. Das alles, verbunden mit häufigen Ausfällen, die teilweise Stunden andauern, macht die ÖBB für die Einwohner von Fischamend trotz vieler gegenteiliger Ankündigungen leider nach wie vor zu keiner attraktiven Alternative zum Auto.
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