14.06.2016, 19:06 Uhr

VOR-Freude mit Ausnahmen

Wer in der 280er-Zone wohnt, kann um 538 Euro im Jahr auch in Wien fahren, aber nur mit S-Bahnen und Regionalbussen.

Eine große Umstellung für Pendler, die ab Anfang Juli "kilometerbezogen" bezahlen müssen in Öffis.

Für die meisten Pendler ist die Umstellung überraschend gekommen. Doch sie werden auch davon profitieren, meint VOR-Sprecher Georg Huemer zum neuen Tarifsystem, das ab 6. Juli im VOR gilt.
So zahlte man bisher 415 Euro in der Zone 280 (Gramatneusiedl, Lanzendorf, Zwölfaxing). Wenn man dazu das Jahresticket der Wiener Linien kaufte, ergab das in Summe 780 Euro. Plus Busticketpauschale 783 Euro.
Wer von Gramat zum Flughafen muss, der kann eine Wien-Regional-Verkehrskarte um 538 Euro nehmen. Die gilt das ganze Jahr für alle Verkehrsmittel außer den Wiener Linien.
Das heißt, zum Beispiel von Gramat über den Hauptbahnhof zum Flughafen. Oder mit einer S-Bahn nach Wien-Mitte und von dort in Richtung Fiaschamend.
"Die Tarife bleiben in etwa gleich", erklärt VOR-Sprecher Georg Huemer. Für jene, die bisher 415 Euro bezahlt haben in der Zone 280 und in einer "Überlappungszone" wie der Grillgasse oder dem Hauptbahnhof ausgstiegen sind und nicht mehr weiterfahren mussten, wird es teurer als bisher.
"Leider gibt es auch einige Fahrgäste, die durch den Wegfall der Überlappungszone mehr zahlen müssen.", so Huemer.
Christian Gratzer vom VCÖ (Cerkehrsclub Österreich): "Das neue Tarifsystem ist an sich gerechter, weil entfernungsbezogen. In einem halben Jahr spätestens sollte es dann eine erste Evaluierung geben, die zeigt wie gut das neue System angenommen wird."
Wer die Wiener Linien benutzen will kommt ohnehin nicht um die 365-Euro-Karte herum.
Infos: www.vor.at.
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