22.06.2016, 10:41 Uhr

"Bahn kann ausgeglichen betrieben werden"

Der Reißecker Vizebürgermeister Thomas Stefan (Foto: KK)

Die Gemeinde Reißeck will Verbund in die Pflicht nehmen.

Die Gemeindeführungen von Mühldorf und Reißeck wehren sich gegen das Einstellen der Bahn. Vizebürgermeister von Reißeck Thomas Stefan bemängelt, dass im September des Vorjahres bei einer eventuellen Schließung der Reißeckbahn eine Aufwertung der Kreuzeckbahn in Aussicht gestellt wurde. "Nun ein halbes Jahr später, wird nun auch über den derzeit bestehenden Vertrag diskutiert."

Land wolle nicht zustimmen

Der Betrieb bringe wichtige Saisonarbeitsplätze, auch die bewirtschafteten Hütten auf der Mernik- und Mühldorfer Alm seien vom Betrieb dieser Bahn abhängig und wichtige Arbeitgeber in der Region. "Der Betrieb an sich kann ausgeglichen betrieben werden. Problematisch werden nur diverse Instandhaltungsarbeiten, die schwer kalkuliert werden können, sowie die Betriebsleitung, welche bis jetzt ja parallel mit der Reisseckbahn gelaufen ist", erklärt Stefan. Landeshauptmann Peter Kaiser habe ihm versichert, dass das Land einer eventuellen Schließung nicht zustimmen würde. "Anders wiederum agiert Tourismuslandesrat Benger, welcher laut Medienberichten die Gemeinde alleine in ihrer Verantwortung sieht", sagt Stefan.

Neuer Besucherrekord

Er glaubt nicht, dass das Minus am Marketing liege. "Mit 20.300 Besuchern im Jahr 2015 haben wir einen neuen Besucherrekord geschrieben, und waren somit ein wichtiger Impulsgeber für die ganze Region. Auch als Mitglied der Kärnten Card, denke ich das es nicht am Marketing liegt. In den vergangenen Jahren wurde auf der Kreuzeckbahn ein Sechs-Tage Betrieb geführt, welcher jedoch im Jahr 2015 auf Grund der Situation der Reißeckbahn auf einen Sieben-Tage Betrieb erweitert wurde. Hier hat die Gemeinde gezeigt, dass sie als verlässlicher Partner für die Region immer zur Verfügung steht, obwohl es sich finanziell nicht rechnet."

Moralische Verpflichtung

Hier könne also wieder umgestellt werden. "Genau dieses Verhalten erwarte ich mir vom Verbund für diese Region, in der die Gewinne erwirtschaftet werden." Der Konzern habe auch die moralische Verpflichtung gegenüber der Reissecker Bevölkerung weiter wahr zu nehmen, schließt Stefan.

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