26.09.2016, 16:45 Uhr

Gerhart Weihs lebt für die Kunst in der Region

Gerhard Weihs versucht, immer den Durchblick zu behalten

Der 75-jährige Seebodener gehört zu den 43 „Gesichtern der Region“

SEEBODEN. Gerhart Weihs weiß nicht, wer ihn als eines der 43 „Gesichter der Region“ der Kampagne „Drauf bin i stolz“ der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Nockregion-Oberkärnten nominiert hat. Weihs weiß aber, dass er stolz auf eine Region sein kann, die wie nur wenige so reich mit wundervoller Natur gesegnet ist. Und der 75-Jährige weiß auch um die Bedeutung der Kultur für den Menschen. Und: "Kultur sollte auch da stattfinden, wo die Menschen leben." Sie sollte in der nahen Nachbarschaft erlebbar sein, ohne viele Kilometer bewältigen zu müssen.

Literatur und Malerei: Fehlanzeige

Zwar verfüge die Region, auch Seeboden selbst, über ein "reiches Kulturleben" - man denke nur an die vielen Trachtenkapellen, Gesangsvereine, Singgemeinschaften und auch das Strudelfest. Vor seinem "Lieblingsplatz", der überdimensionalen Bücherwand stehend, beklagt Weihs aber, dass Literatur und Malerei vor Ort zu kurz kämen.

Um Seeboden einen entsprechenden Impuls zu geben, hat er, ohne lange überlegen zu müssen, auf Bitten des Impuls-Center-Chefs Peter Kleinfercher, Anfang 2014 die Aufgabe als Obmann des 2009 gegründeten Vereins kultur-im-puls übernommen.

Stolz darauf, dass Verein fortbesteht

Darauf sei er nun wahrlich stolz, bekennt Weihs, dazu beigetragen zu haben, dass der damals noch junge Verein seine Mission fortsetzen konnte. Das Spektrum des Vereins, der Kunst als "existentielle Bereicherung des Lebens" versteht, reicht von Ausstellungen über (Mal-) Kurse bis hin zu Workshops, Konzerten und Lesungen. Besonders die Architektur der Licht durchfluteten Stiegenhausgalerie hat es Weihs angetan, weil sie es dem Betrachter ermögliche, die Werke an den Wänden aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Überdies können dort nicht nur arrivierte Künstler, sondern auch unbekannte zu Beginn ihrer Karriere ausstellen. Weihs: "Unsere Galerie versteht sich auch als Sprungbrett."

Der gebürtige Sachsenburger, der eine Lehre als Holzflugzeugbauer und Möbeltischler absolviert, in München als Maschinenbautechniker und die letzten 22 Jahre vor der Pensionierung in der Kirchenbeitragsstelle Spittal gearbeitet hatte, erinnert sich, mit 14 Jahren sein erstes Ölbild, später immer wieder sporadisch gemalt zu haben. Richtig hinein gekniet hat sich Weihs in die Malerei 1989, als er erst in Millstatt einen Aquarellkurs von Valentin Oman und Hans Staudacher, dann seitens des Katholischen Bildungswerks mehrere von Heinz Bruno Gallée besucht hatte.

Malgruppe Rojachhof

Zumal Gallée, der erste Professor für die neu geschaffene Studienrichtung Bühnengestaltung am Mozarteum, und der Ort der Mal- und Zeichengruppe, der Rojachhof, haben Weihs' weiteres Wirken geprägt. 20 Jahre lang bis 2009 hat der religiöse Weihs einers für die Malgruppe Rojachhof Kurse und Treffen organisiert, wo den Menschen Maltechniken und -tricks näher gebracht wurden, zum anderen sie "mit auf den Weg genommen und ihnen eine andere Sprache mitgegeben", wie Gernot Ogris, Obmann des Katholischen Bildungswerks, anführt: "Er hat den Menschen, die er begleitet hat, dabei geholfen, sich auf den Weg zu sich selbst und zu Gott zu machen."Bildungswerks, anführt: "Er hat den Menschen, die er begleitet hat, dabei geholfen, sich auf den Weg zu sich selbst und zu Gott zu machen."
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