11.04.2016, 18:04 Uhr

Hochmodernes Stiftungsgeschenk für Oberkärntner Patienten

Dr. Marko Polajnar, Dr. Erfried Bäck (Schön-Stiftung), Prim. Dr. Gerhard Dietrich (Schön-Stiftung), Dr. Egon Rabitsch (von links) (Foto: KH Spittal)

Dipl. Ing. Kurt Schön-Stiftung spendete dem Krankenhaus Spittal zum 90. Geburtstag eine Einheit zur Diagnose von Prostatakarzinomen. Die Patienten des Krankenhauses profitieren seitdem von hochmoderner medizinischer Diagnosetechnologie.

SPITTAL. Mit der Spende der Dipl. Ing. Kurt Schön-Stiftung – eine Diagnoseeinheit zur Erkennung von Prostatakarzinomen – wurde die moderne Gesundheitsversorgung des Krankenhauses Spittal um ein hochtechnologisches medizinisches Gerät erweitert. „Wir sind der Schön-Privatstiftung sehr dankbar für diese Spende. Vor allem weil wir wissen, welche Bedeutung sie für die Betreuung von krebskranken Patienten in Oberkärnten hat“, so Andrea Samonigg-Mahrer, die Verwaltungsdirektorin und Geschäftsführerin des Krankenhaus Spittal.

Deutliche höhere Treffgenauigkeit

Die Diagnoseeinheit kombiniert die Technik der Ultraschalluntersuchung mit der Magnetresonanztomographie (MRT) und erleichtert dadurch Gewebsprobenentnahmen bei Verdacht auf Prostatakarzinomen. „Diese sogenannte MRT-/Ultraschallfusionsbiopsie erhöht die Treffgenauigkeit der Gewebsprobeentnahmen im Vergleich zu bisherigen Behandlungsmethoden um 30 Prozent. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die Diagnoseeinheit vor allem die aggressiveren Tumore deutlich besser erkannt werden“, erklärt Marko Polajnar, Konsiliarfacharzt für Urologie und Andrologie im Krankenhauses Spittal. Das Prostatakarzinom ist die am häufigsten diagnostizierte Krebsart des Mannes. Den Patienten werden durch die Technik der Fusionsbiopsie nun viele unnötige Eingriffe und diagnostische Unsicherheiten erspart. „Durch das Gerät verfügen wir über eines der technisch hochwertigsten Diagnoseeinheiten in Österreich und agieren somit auf dem neuesten Stand der Technik“, so Egon Rabitsch vom Radiologischen Institut im Krankenhaus.

Schön-Stiftung widmet sich krebskranken Patienten in Oberkärnten

Der im Jahr 2015 verstorbene Industriepionier Dipl. Ing. Kurt Schön hat sich große Verdienste um Oberkärnten erworben, wie unter anderem als Gründer des Unternehmens Stiebel Eltron und der Leiterplattenfirma SKM in Spittal. Des Weiteren wurde er mit der Ehrenurkunde der Stadtgemeinde Spittal an der Drau ausgezeichnet. Seinen Nachlass hinterließ Schön seiner Stiftung, welche sich der Förderung der Betreuung von krebskranken Patienten im Oberkärntner Raum widmet. Die gespendete Diagnoseeinheit hat einen Wert von 100.000 Euro und stellt einen Meilenstein in der Diagnostik von Prostatakarzinomen dar. Die Übergabe des Gerätes erfolgte im Rahmen der 90 Jahr-Feier des Krankenhauses Spittal durch die Stiftungsvorstände Erich Roppatsch, Erfried Bäck und Primar Gerhard Dietrich.
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