26.08.2016, 23:21 Uhr

"Ich vermittle dem Mensch die Liebe zum Tier"

Klaudia Gollenz will den Menschen Entspannung bieten (Foto: Nina Hader)

Klaudia Gollenz vom Eselpark Maltatal gehört zu den 43 „Gesichtern der Region“.

MALTA. "Ich vermittle Kindern wie Erwachsenen die Liebe zum Tier", sagt Klaudia Gollenz selbstbewusst, während sie durch das offene Gehege schlendert, mal mit dem im Juli zur Welt gekommenen Esel "Enduro", mal mit dem Lama "Scirocco" schmust. Nur mit dem jüngsten Zuwachs, den beiden Kamelen ""Ali" und "Baba", ist eine direkte Kontaktaufnahme problematischer. "Aber mit den anderen Tieren kommen die beiden von einem Züchter in der Steirmark erworbenen 'steirischen Buam' gut zurecht", fügt die am 28. August 52 Jahre alt gewordene Tierliebhaberin hinzu: "Sie sind ja keine Menschen." Ganz neu: der vor zwei Woche geborene amerikanische Miniaturesel "Little Stone".

Klaudia Gollenz ist eines der 43 „Gesichter der Region“, das sich an der Kampagne „Drauf bin i stolz“ beteiligt. Sie begrüßt die Aktion der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Nockregion-Oberkärnten, weil so personifiziert Werbung für die Region betrieben werde. "Ich bin wegen des Plakats mit meinem Konterfei auch schon häufig angesprochen worden." Dass Menschen auf diese Weise für ihren inzwischen 21 Jahren Eselpark in Fischertratten aufmerksam gemacht werden, ist ein willkommener Nebeneffekt.

Zwar hatte sie schon immer Tiere gern gehabt, doch musste sie sich als Kind mit Geflügel begnügen. Das änderte sich erst, als "ich einen Esel heiratete", erzählt die aus Gmünd stammende gelernte Einzelhandelskauffrau lachend. Ihr ein Jahr älterer, aus derselben Branche stammender Ehemann hatte auf dem geerbten knapp 30.000 Quadratmeter großen Gelände ein Handvoll Esel und ein paar Pferde gehalten. Weil im Maltatal vorbeifahrende Urlauber wachsendes Interesse an den Tieren hatten, hingen beide ihren Beruf an den Nagel und eröffneten den einzigartigen Eselpark.

Über die rund 60 Esel der unterschiedlichen Rassen hinaus, die nach Klaudias Erfahrung sehr klug und voller Empathie sind ("Sie merken sofort, wenn jemand behindert oder traurig ist"), verfügt die Attraktion mittlerweile über Ponys, Pferde, Lamas, Alpakas, Ziegen, Schafe, Schweine, Hasen, Meerschweinchen, Hühner, Ziergeflügel wie Pfau und eben Kamele.

Der unkomplizierte Umgang mit den Tieren vermittelt den Besuchern auch Ruhe und Entspannung. Und nicht nur bei Kindern. "Wir haben ein Ehepaar aus Hannover, das schon seit 20 Jahren in Döbriach seinen Urlaub verbringt und jeden Tag bei uns reinschaut", berichtet die Tiernärrin. Ein 59 und 57 Jahre altes Ehepaar aus Wiesbaden, das vier, fünf Wochen in Mallnitz seine Ferien verbringt, komme mindestens jeden zweiten Tag zu Besuch. Sie halten sich zum Beispiel im "Engelgarten" auf - einem Biotop, der als "Ort des Rückzugs und der Besinnung" gilt und den Besuchern die Möglichkeit gibt, wie es heißt, "kurz inne zu halten und dankbar zu sein für diese wundervolle Welt, in der wir leben dürfen".

Zur Sache

Der Eselpark hat von Anfang April bis Ende Oktober geöffnet - in der Hauptsaison von 10 - 19 Uhr, in der Nebensaison (April und zweite Septemberhälfte) von 13 bis 18 Uhr, im Oktober (nur bei schönem Wetter) samstags und sonntags von 13 - 18 Uhr.
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