13.04.2016, 15:04 Uhr

Malta: Neuerliche Diskussion über Wildschutzgebiet

Am Podium: Bezirkshauptmann Klaus Brandner, Bürgermeister Klaus Rüscher, ein Vertreter der Naturfreunde sowie Arnold Riebenbauer (ÖAV)

Zurück an den Start: Gespräche sollen mit Grundeigentümer aufgenommen werden.

MALTA. Im Festsaal Malta ging es recht heiß her. Die Gemeinde lud unter Bürgermeister Klaus Rüscher zu einer Informationsveranstaltung über das geplante Wildschutzgebiet im Maltatal ein. Jäger, Touristiker sowie Alpenverein und Naturschützer diskutierten. Wichtigste Person und Antragsteller - Maxim Zundel - fehlte bei der Veranstaltung jedoch.

Rechnung ohne Wirt

Am Podium nahmen auch Bezirkshauptmann Klaus Brandner, der zwar allgemein informierte, im laufenden Verfahren jedoch keine Auskunft geben konnte, sowie ÖAV-Vorstand Arnold Riebenbauer und ein Vertreter der Naturfreunde Platz. Im Publikum viele Eiskletterer sowie Vertreter der Jägerschaft, Landwirtschaftskammer und der Land- und Forstwirtschaft. Eigentümervertreter der Zundel'schen Forstverwaltung blieben der Veranstaltung fern. Konkret geht es um 54 Hektar Fläche, in der sich ausgerechnet fünf der attraktivsten Eiswasserfälle für Kletterer befinden.

Keine Parteienstellung

Hauptsächlicher Kritikpunkt des Alpenvereines und der Gemeinde Malta ist die Gesetzeslage in dem Verfahren. "Gemeinde und Alpenverein haben nur ein Anhörungsrecht, jedoch keine Parteienstellung. Unsere Meinung wurde in dem Gutachten des Wildbiologen nicht berücksichtigt (Maltatal: Eiskletterer bald ausgesperrt?)", so Rüscher und Riebenbauer unisono.

Besucherlenkende Maßnahmen

Laut Rüscher widerspreche das Ansuchen der Zundel'schen Forstverwaltung unter anderem den Vorgaben des Kärntner Jagdgesetzes. "Die Eiskletterer werden unter dem Deckmantel einer Wildschutzzone ausgesperrt, dies hat negative Folgewirkungen für den Tourismus", sagt der Bürgermeister. Er schlägt besucherlenkende Maßnahmen im Einvernehmen mit Zundel vor.

Neuerliche Gespräche

Die Verantwortlichen baten den Bezirkshauptmann um Aussetzung des Verfahrens, bis man sich mit Maxim Zundel nochmals zusammengesetzt habe, um vielleicht doch einen gemeinsamen Konsens zu finden. Dies erschien allen Beteiligten vorerst als einzig sinnvolle Lösung.
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