07.09.2016, 10:14 Uhr

Pumplärm: "Nicht lauter geworden"

Vizebürgermeister Hans Paul Unterweger, BI-Sprecherin Alexandra Königsreiner und Verbund-Werksgruppenleiter Josef Mayrhuber

Bürgerinformation soll Ende November statt finden. Messergebnisse von mehreren Gutachtern seien vergleichbar.

REISSECK (ven). Nachdem es ein Gespräch im kleinen Kreis über die Messergebnisse von Umweltmediziner Hanns Moshammer, der Bürgerinitiative (BI) für ein lebenswertes Unteres Mölltal und Verbund-Werksgruppenleiter Josef Mayrhuber ab, wollte die WOCHE nun genaueres wissen.

Bürger-Info im Winter

Mayrhuber: "Es ist mit der BI vereinbart, die Ergebnisse derzeit nicht zu veröffentlichen, sondern erst dann die Öffentlichkeit zu informieren, wenn über die Notwendigkeit, Art und Umfang der nächsten Schritte ein Konsens hergestellt ist. Der Termin für eine öffentliche Bürgerinformation wurde mit Ende November bis Anfang Dezember in Aussicht genommen", so Mayrhuber.

Ergebnisse vergleichbar

Jedenfalls - es waren mehrere Gutachter mit Messungen beschäftigt - könnten folgende Aussagen zusammenfassend genannt werden: "Die Schallmesstechniker von Verbund und BI sind zu den gleichen Ergebnissen bei den Schallimmissionen gekommen. Harald Grave hat hat eine mehrtägige Messserie im April durchgeführt, DI Schwab im Auftrag der BI im Jänner 2016 unangekündigt gemessen. Die Ergebnisse sind vergleichbar."

Alle Werte aufgenommen

Umweltmediziner Moshammer habe unangekündigt vor Ort Erhebungen und Hörproben durchgeführt, mit betroffenen Anrainern gesprochen und diese Befunde in sein Gutachten aufgenommen. Darin wurden alle vorliegenden historischen und aktuellen Daten, Fakten und Wahrnehmungen verarbeitet.

Pumpen nicht lauter

"Was wir bestätigen können, ist, dass der Vergleich der historischen Daten mit den aktuellen Messdaten keine Erhöhung der Lärmemission entlang der Druckrohrleitung zeigt. Das heißt, die Anlage ist nicht 'lauter' geworden. Der Pumplärm wird auch nicht 'mutwillig' erzeugt, ist nicht steuerbar, nicht vermeidbar und damit abhängig von den Pumpeinsätzen", so Mayrhuber. Moshammer könne dies bestätigen. Er stelle aber anhand der Messdaten fest, dass die spezifische Frequenz der Pumpen (75 Hz) an allen Messpunkten markant hörbar und gegenüber den Umgebungsgeräuschen erhöht ist.

Maßnahmen überlegen

"Auf Basis dieses Gutachtens werden derzeit konkrete weitere Maßnahmen überlegt. Das heißt, wir ziehen uns nicht auf den Rechtsstandpunkt zurück, wonach die Anlage behördlich genehmigt ist, die Emissionen sich nicht verändert hätten und damit ein rechtskonformer Zustand vorliegt, sondern wir werden weitere konkrete Planungen für Maßnahmen zur Lärmreduktion anstellen und den weiteren Weg mit der BI abstimmen und bei der nächsten öffentlichen Bürgerinformation präsentieren.", so der Werksgruppenleiter. Es soll nun also untersucht werden, welche Maßnahmen für den konkreten Fall sowohl wirksam sind, als auch für einen großen Teil der Anrainer zu einer Verbesserung führen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.