22.03.2016, 07:00 Uhr

So gelingt der Kärntner Reindling

Bettina Angermann aus Kolbnitz erklärt der WOCHE, wie der Reindling kinderleicht gelingt.

Mit diesen kleinen Tricks kann beim Reindlingbacken nichts mehr schief gehen.

KOLBNITZ (fp.) Seit einem guten Jahr arbeitet Bettina Angermann jeden Freitag im Genusseck Reißeck und ist dort für die süßen Köstlichkeiten zuständig. "Donnerstag ist dann ein reiner Back-Tag", lacht die gelernte Konditorin. Die Kolbnitzerin machte damals ihre Ausbildung in der Bäckerei Schaider in Obervellach. Zu Ostern versorgt Bettina die Besucher des Genusseckes aber nicht nur mit Spritzgebäck, Potizen und Briosch, sondern vor allem mit ihrem leckeren Reindling. "Die Osterjause ohne Reindling, ist einfach keine Osterjause", weiß Bettina.

Relativ schnell gemacht

Als erstes mischt Bettina alle trockenen Zutaten wie Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz und die Trockengerm in einer Schüssel zusammen. "Anstatt dem üblichen Dampfl, gebe ich lieber Trockengerm dazu", ratet Bettina. "Diesen kleinen Trick habe ich bei einem Bäuerinnen Seminar gelernt." Anschließend erhitzt sie die Milch zusammen mit der Butter und gibt schließlich die Eier dazu. Das Mehl-Zucker-Trockengerm-Gemisch wird der Reihe nach dazu gegeben und mit dem Handmixer (Knethaken) zu einem Teig geknetet. Nach dem Mixen den Teig nochmal mit einem Kochlöffel "abschlagen" und zugedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis die Masse doppelt so hoch ist. "Den Trick mit dem abschlagen, habe ich von meiner Oma gelernt", so die sympathische Kolbnitzerin.

Jetzt heißt es warten

Nachdem der Teig in der Schüssel aufgegangen ist, diesen auf einen mehligen Untergrund viereckig ausrollen und mit zerlassener Butter bepinseln. Auch die Gugelhupfform gut mit Butter ausstreichen, damit der Reindling später nicht in der Form anbrennt und bricht. Für die Fülle 2/3 Kristallzucker und 1/3 Rohzucker mit Zimt zusammenmischen und auf den Teig streuen. Die Rosinen legt Bettina vorher in ein Wasserbad, um sie abzuschwemmen und aufzuweichen. Anschließend die Rosinen nach Belieben auf den Teig geben und letztlich zusammenrollen. "Jetzt heißt es halt walten. Ich lasse den Reindling gerne noch 30 bis 45 Minuten in der Form gehen. Erst danach kommt er für 50 Minuten ins Backrohr." Damit der Reindling im Rohr nicht zu trocken wird, hat Bettina einen Tipp. Hierbei kommt der Reindling bei 180 Grad in den Ofen und nach und nach wird die Temperatur auf 165 Grad verringert. "So bleibt er innen fluffig und wird außen aber schön knusprig", weiß die Konditorin. Nach dem abkühlen den Reindling stürzen und mit Zucker bestreuen. "Wichtig ist es, sich die Liebe und vor allem die Zeit für den Reindling zu nehmen."

Rezept zum Reindling

Für den Teig:
• 500 g Mehl glatt
• 200 ml Milch
• 10 dag Butter
• 8 dag Kristallzucker
• 2 Eier
• 1 Päckchen Trockengerm
• geriebene Zitronenschäler
• eine Prise Salz
• Vanillezucker
• einen kleinen Schuss Rum

Für die Fülle:
• Rohrzucker
• Zimt
• Füllung nach Belieben mit Rosinen und Nüssen

Ostereier natürlich färben

Ostern ohne die vielen kunterbunten Ostereier, ist heutzutage wohl kaum mehr Vorstellbar. Jedoch verzichten immer mehr Haushalte auf das Eierfärben mit Lebensmittelfarbe. Stattdessen wird auf den guten, alten Trick von Oma zurück gegriffen. Eine ganz simple Methode, Eier natürlich zu färben, ist sie in Zwiebelschalen zu kochen. Dafür benötigt man die äußeren, papierdünnen Schalen von braunen und roten Zwiebeln, die ganz einfach mit den Eiern mit gekocht werden. Für kleine Kunstwerke können die Eier mit Blätter, Blüten und Gräser in einen Strumpf gegeben werden. Nach dem kochen die Eier kalt abschrecken und mit einer Speckschwarte oder Öl einreiben, damit sie einen schönen Glanz bekommen.
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Margarethe Hopfgartner aus Spittal | 22.03.2016 | 09:49   Melden
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Franziska Pehab aus Spittal | 27.03.2016 | 05:17   Melden
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