25.06.2016, 22:59 Uhr

Unermüdliches Engagement für "Millino"

Das offizielle Kampagnenfoto von Lena Feichter (Foto: Foto: Nina Hader)
ROSENHEIM/MILLSTATT. "Drauf bin i stolz“: 43 Menschen, die seit April von Plakaten und Werbebannern lachen, hat der Regionalverband Nockregion für seine Kampagne ausgewählt. Unter ihnen auch Lena Feichter aus Rosenheim.

Die 23-Jährige will mit diesem Schritt, wie sie erzählt, weniger auf ihre eigene Person, sondern vielmehr auf das Millstätter Lichtspielhaus "Millino" und dessen Schöpferin Maria Elisabeth Auersperg aufmerksam machen. "Einerseits bin ich schon darauf stolz, dass ich dazu beitragen konnte, dass es das Kino gibt", so die Buisiness-Managament-Studentin an der Villacher FH, andererseits hege sie die Hoffnung, dass die Kampagne generell dazu beitrage, dass die Region lebt, "dass sich überhaupt etwas bewegt".

"Man glaubt gar nicht, wie wenig die Leute über die Region wissen, in der sie leben", bedauert die gebürtige Rosenheimerin. Sie hofft, dass sich das mit den Plakaten der LAG Nockregion Oberkärnten mit den 43 Gesichtern ändert, die nun in den verschiedenen Gemeinden anzutreffen sind, ändert. Davon könnten Betriebe, Vereine und eben so ausgefallene Ideen wie "Millino" profitieren.

In Berührung mit dem Kino gekommen war Lena Feichter über ihr Maturaprojekt. Zusammen mit vier weiteren HAK-Maturanten hatte sie 2011/12 unter Projektleiterin Hilde Kleinfercher ein Konzept für die Revitalisierung des damals noch im Dornröschenchlaf befindlichen Lichtspielshauses am Georgsritter-Platz entwickelt. Es ging um behördliche Bauauflagen und technische Fragen wie die notwendige Digitalisierung, vor allem aber um den Inhalt des künftigen Kulturkinos.

Nachdem vergleichbare Angebote in Seeboden und Radenthein aufgegeben hatten, entwickelten die Maturanten ein Konzept, das über das reine Programmkino hinaus auch Theater, Konzerte - eben eine kulturelle Bildungs- und Begegnungsstätte schlechthin - anbietet. Nach der mit der Note "eins" gewürdigten Maturaarbeit ist Lena Feichter dem verwirklichten Kino treu geblieben, hat beispielsweise handwerkliche Aufgaben wie das Laden eingehender Filme auf den Server übernommen, wird aber auch von Maria Elisabeth Auersperg regelmäßig bei der Auswahl der ambitionierten Filme abseits des Mainstreams zu Rate gezogen.

So konnte die Pferdefreundin, die den 22-jährigen Wallach "Elvis" besitzt, erreichen, dass der gar nicht für Österreich vorgesehene deutsche Streifen "Ungezähmt" exklusiv im "Millino" lief. Wie denn die junge Rosenheimerin überhaupt die Leidenschaft der "Millino"-Eignerin bewundert, mit welchem "Herzblut" sie bei der Sache sei. "Andere hätten in den ersten Monaten, als es noch nicht so gut lief, sicherlich wieder aufgegeben", ist sich die Studentin sicher. Nicht so die Auersperg. Immer wieder sei sie auf der Suche, das "Millino" mit ausgefallenen Angeboten zu füllen. Dazu zähle das Festival für Fliegenfischer ebenso wie kürzlich eine "Polterrunde". Am Vorabend ihrer Hochzeit konnte sich eine Braut aus Trebesing mit ihren Freundinnen einen romantischen Peter-Alexander-Film reinziehen, bevor woanders weiter gefeiert wurde.

Zur Sache:

Die LAG Nockregion wollte mit der Image-Kampagne "Drauf bin i stolz" die Wertschätzung der Bevölkerung gegenüber der eigenen Region steigern.

Dazu wurden Menschen aus den Gemeinden der Nockregion angehalten, ihre "Heroes" zu nominieren, die anschließend zu Testimonials und Meinungsbildner der Region werden.

Mit dem Aufruf "Wir suchen die Gesichter der Region" fand man Menschen, auf die man dort stolz ist – oder solche, die in irgendeiner Weise stolz auf ihre Ortschaft, ihren Verein, ihre Tracht, auf das heimische Brauchtum oder auch auf regionale Produkte, Betriebe oder ähnliches sind.
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