16.03.2016, 17:47 Uhr

Winklerner Mittelschüler sind nun Abfallprofis

Die „Schulischen Abfallprofis“ mit AWV-Geschäftsführer Ambros Jost, Fachlehrerin Gertrud Ebner, Direktor Gustav Tengg und Rangersdorfs Bürgermeister Franz Zlöbl (Foto: AWV)

AWV überreichte Zertifikate für Zusatzausbildung im Bereich Umweltschutz und Abfallwirtschaft.

WINKLERN. Die Schüler der Nationalparkmittelschule Winklern sind nun zertifizierte "Abfallprofis". Der Abfallwirtschaftsverband Westkärnten (AWV) überreichte den stolzen Schülern nun ihre Urkunden.

„Seit 2008 nimmt die NMS Winklern am Projekt ‚Nachhaltiges Abfallmanagement an Schulen‘ in Kooperation mit dem AWV Westkärnten teil. Die Jugendlichen zwischen zehn und 14 Jahren - immer zwei pro Klasse - sind für die tägliche Entleerung der Abfallbehälter zuständig. Und da in dieser Schule das Engagement im Umweltbereich so stark ist, haben wir gemeinsam einen eigenen Lehrgang inklusive Abschlussprüfung als Pilotprojekt gestartet, um eine Gruppe freiwilliger Schüler zu ‚Abfallprofis‘ auszubilden“, erklärt Umweltberaterin Antonia Bernhardt vom AWV. „Als Umweltzeichenschule mit ökologischem Leitbild liegt uns der nachhaltige Umgang mit Abfall am Herzen und die Schülerinnen und Schüler leisten unter der Anleitung von Fachlehrerin Gertrud Ebner einen wertvollen Beitrag“, ergänzt Schuldirektor Gustav Tengg.

Theorie und Praxis

Im Rahmen der praktischen und theoretischen Ausbildung wurden Themen wie die Grundsätze der Abfallwirtschaft, Wissen zur Abfallvermeidung, -trennung, -verwertung und Deponierung ebenso behandelt wie das Sammeln und Recyceln von Elektroaltgeräten. Zudem gab es Exkursionen zu regionalen Abfallbehandlern. Äußerst wichtige Komponenten des Lehrganges waren Persönlichkeitsbildung und Soziales Lernen. „Die Abfallprofis fungieren ab sofort als ‚Peers‘, sprich, sie schulen und beraten ihre Mitschüler, müssen über Qualitätslücken und Mängel berichten und sich mit den Lehrkräften abstimmen. Sie lernen durch fachliches Wissen und soziale Kompetenz auf andere Einfluss zu nehmen, Abläufe zu definieren und anzupassen und Lösungen für Probleme zu finden“, weist Bernhardt auf die Komplexität der Sache hin.

Wichtiger Unternehmensbereich

„Durch die Ausbildung haben sich die Schüler tolle Zusatzqualifikationen erarbeitet. Umweltschutz und Abfallmanagement sind heutzutage wichtige Bereiche in Unternehmen. Das Zertifikat zum ‚Abfallprofi‘ kann somit beim Bewerben um ein Praktikum oder eine Lehrstelle vorgelegt werden“, erklärt AWV-Geschäftsführer Ambros Jost.

Ziele noch besser erreichen

"Mit den Abfallprofis werden wir unsere Ziele als Umweltzeichenschule noch besser erreichen“, so Direktor Tengg. Die Schule nimmt ja auch am „Ökolog-Programm“ teil und das Engagement der Schüler, Lehrkräfte, Schulwart, Reinigungspersonal, also der gesamten Schule, wurde mit dem „Österreichischen Umweltzeichen“ des Umweltministeriums ausgezeichnet.
Und das sind die „Abfallprofis“: Laura Huber, Lea Gößnitzer, Selina Auernig, Samuel Schweiger, Kevin Zraunig, Markus Robitsch, Nadine Fercher, Michelle Maier, Lukas Lercher, Julian Carli, Dorian Granegger, Felix Lederer, Julian Wallner, Verena Gammerer, Manuel Eder und Anna Zwischenberger.
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