11.03.2016, 15:03 Uhr

Woher kommt das Holz in "St. Peter in Holz"?

Die Ortschaft St. Peter in Holz in Lendorf

Die WOCHE hat nachgefragt.

LENDORF (ven). Passend zum Tag des Waldes, hat die WOCHE auch nachgefragt, woher eigentlich der Ortsname "Sankt Peter in Holz" in der Gemeinde Lendorf stammt.

Vom Wald zum Holz

"Man nannte Sankt Peter im Holz auch 'im Walde'", so Jasmin Granig vom Museum für Volkskultur und Stadtarchiv Spittal. Man nannte den Ort im Frühmittelalter und urkundlich im 10. Jahrhundert auch Walaha - „Walchen“ als Übersetzung für Laschitz, die Flur, auf der der Mosaikboden von Teurnia entdeckt wurde.

Die Kelten waren es

Ein „Walch“ war laut Granig also ein Angehöriger des großen Keltenstammes der Volcae, später der Kelte schlechthin. "In diesem Sinne muss das Wort noch um 450, zur Zeit der Auswanderung der Angeln und Sachsen nach England, üblich gewesen sein. Im Angelsächsischen ist wealh der Kelte", erklärt sie.
Der "Holzerberg" erhielt seinen Namen von der kleinen, in der Mitte der mehrfach abgestuften Südabdachung liegenden Kirche St. Peter im Holz.

Zur Sache:

Name: St. Peter in Holz
Gemeinde: Lendorf
Bürgermeisterin: Marika Lagger-Pöllinger
Einwohner: 102 (Stand 1. Jänner 2015)
Kirche: Pfarrkirche St. Peter in Holz, heutige Form erbaut im 14./15. Jahrhundert
Westlich der Kirche wurden Ruine einer frühchristlichen Bischofskirche gefunden.
Steht auf dem Gebiet der spätantiken Stadt Teurnia
Funde am Holzer Berg haben ergeben, dass es hier schon zur Bronzezeit Ansiedlungen gab (wikipedia.de)
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