04.08.2016, 08:25 Uhr

NEOS Hermagor fordert eine bessere Verteilung der Standorte von Bundeseinrichtungen und sieht Chancen für das Gailtal

Engagiert sich für das Gailtal: NEOS Regionalkoordinator Marcel Mild

Neos sehen Chancen für das Gailtal. Im Herbst startet in Hermagor eine Diskussion dazu.

GAILTAL. In Österreich befinden sich 65 von 68 Bundeseinrichtungen in Wien, Ausnahmen bilden nur die Österreichischen Bundesforste, die mit Purkersdorf im direkten Umland der Bundeshauptstadt sitzen, das relativ kleine Österreichische Sprachen-Kompetenz-Zentrum in Graz (12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) und das Bundesamt für Weinbau in Eisenstadt.

Hochzentralisierter Start

Der Vergleich von Dienststellen und Organisationen der Bundesvollziehung mit bundesweiter Zuständigkeit zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz unterstreicht das Bild eines hochzentralisierten Staates in Österreich. Während in Deutschland und in der Schweiz die Vollziehung von Bundesangelegenheiten weitgehend durch Behörden der Länder erfolgt, wird in Österreich der bestehende Zentralisierungsgrad durch ein außergewöhnlich hohes Ausmaß unmittelbarer Bundesvollziehung verstärkt.


Attraktive Option

Bundesdienststellen bieten attraktive Jobs mit sicheren Einkommen. Die Löhne und Gehälter für diese Bedienstete werden von allen österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern erwirtschaftet. Die Beschäftigten der Bundesdienststellen geben ihr Geld zumeist im Umfeld der Dienststellen aus, weshalb eine Region mit einer Bundesdienststelle – durch Kaufkraft, Wertschöpfung, Arbeit und Beschäftigung – besonders profitiert
Im Sinne der Zusammenhänge von Arbeitsmärkten und regionaler Standortpolitik wäre es zu empfehlen, gesamtstaatliche Einrichtungen besser auf die Bundesländer aufzuteilen.

Diskussion in Hermagor

In Österreich sind die Bundeseinrichtungen praktisch zur Gänze in Wien.
NEOS Hermagor wird die Diskussion vorantreiben, unter welchen Umständen in Zukunft eine neue Bundesdienstelle im Gailtal angesiedelt werden kann. Aus Sicht von NEOS Hermagor bietet sich die Möglichkeit ein selbständiges und grenzüberschreitendes „Bundesministerium für die Entwicklung ländlicher Gebiete“ in Kötschach-Mauthen zu etablieren.

Zur Sache:

In Österreich leben zwei Drittel der Bevölkerung in ländlichen Gebieten und die Land- und Forstwirtschaft überwiegt mit ca. 90 % Flächennutzung. Der ländliche Raum nimmt eine zentrale Rolle für die Wirtschaftskraft und die Lebensqualität in ganz Europa ein. In Österreich werden 35 % der Bruttowertschöpfung in ändlichen Gebieten erwirtschaftet.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.